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Müssen deutsche Stromnetze modernisiert werden?

Nachricht vom 6.9.2011
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Die deutsche Energieagentur (dena) führt eine neue Studie durch, in welcher der Modernisierungsbedarf der deutschen Stromnetze bis 2015, 2020 und 2030 ermittelt wird. Die Studie soll Aufschluss darüber geben, in welcher Form Ausbau und Weiterentwicklung der Verteilstromnetze erforderlich wird. Denn im Rahmen der Energiewende müssen die Stromnetze zukünftig mehr Strom aus erneuerbaren Energiequellen aufnehmen. Das berichtet das Portal ‚sonnenseite.com‘.



Müssen deutsche Stromnetze modernisiert werden?

Müssen deutsche Stromnetze modernisiert werden?

Anforderungen an die Verteilnetze werden sich ändern



Nach Ansicht von Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung werden sich die Anforderungen an die deutschen Stromverteilnetze deutlich ändern. Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien und der zunehmend dezentralen Energieversorgung wird zukünftig mehr Strom aus Solar- und Windenergieanlagen und aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in die Netze geleitet. Bislang wurde der Strom über die Verteilnetze, die insgesamt rund 1,6 Millionen Kilometer lang sind, vor allem an die Verbraucher weitergeleitet. Ein zukünftiges Problem wird, dass der dezentral hergestellte Strom in vielen Fällen den regionalen Bedarf übersteigen wird.

Innovationskonzept und Empfehlungen sind gefragt



Wie Kohler deutlich macht, müssen ein Innovationskonzept sowie Empfehlungen für die Weiterentwicklung energiepolitischer und energiewirtschaftlicher Rahmenbedingungen erstellt werden. Dies sei auch das Anliegen der dena-Verteilnetzstudie. Denn bislang können die Verteilnetze der Menge an dezentral erzeugtem Strom nicht gerecht werden. Für eine Einspeisung der Energie sind aktuell weder die Netze auf der Nieder- noch auf der Mittelspannungsebene ausgelegt. Mit Hilfe der Studie soll untersucht werden, wie groß der Bedarf an Weiterentwicklungen des gesamten deutschen Verteilnetzes ist. Dafür sollen reale Netz-, Erzeugungs- und Laststrukturdaten erhoben werden. Die Erhebung erfolgt anhand von sechs ausgewählten Beispielregionen innerhalb Deutschlands. Das Ziel besteht darin, zu jeder Zeit eine gleichbleibend hohe Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Dafür werden neben der möglichen Integration der dezentralen Stromerzeugung aus regenerativen Energien auch Maßnahmen untersucht, die die Flexibilität der Netze erweitern sollen und Versorgungsengpässe verhindern sollen.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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