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RWE darf Essent kaufen

Nachricht vom 27.5.2009
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Der deutsche Energiekonzern RWE hat jetzt grünes Licht für die Übernahme des führenden niederländischen Stromanbieters Essent bekommen. Ende April hatte das Parlament der Provinz Nordbrabant den Aufkauf durch RWE noch mit knapper Mehrheit abgelehnt, jetzt stimmten 33 Mitglieder dafür und nur noch 21 dagegen.



Damit wird Brabant ihre Essent-Anteile von 30,8 Prozent an RWE abtreten. Insgesamt wird der deutsche Anbieter 80 Prozent des größten Energieversorgers der Niederlande übernehmen und 9,2 Milliarden Euro an Essent zahlen. Nordbrabant hatte dem Verkauf als letzte der Provinzen und Gemeinden, denen Essent anteilig gehörte, zugestimmt. Sie hatte RWE zunächst mit 28 zu 26 Stimmen aufgrund unzureichender Umweltbilanzen des deutschen Bewerbers abgewiesen.
 
Nun haben sich RWE und Essent auf den Ausbau von Ökostrom in Milliardenhöhe geeinigt. Mit Ausnahme des Verteilernetzes und des Entsorgungsgeschäfts wird RWE alle Bereiche des niederländischen Strom-und Gasanbieters übernehmen und könnte rund 5,3 neue Kunden dazugewinnen. Davon leben rund eine Million in Deutschland. Essent beliefert Kunden in Holland, Deutschland und Belgien. Mit der Milliarden-Übernahme will RWE an die Spitze der Energiekonzerne.
 
Wirtschaftsministerin Maria van der Hoeven hatte sich zunächst energisch gegen den Verkauf eingesetzt und auch die Anteilseigner aufgerufen, keine entsprechenden Schritte zu unternehmen. Die Ministerin wollte erst geklärt haben, ob eine Monopolbildung durch die gezielte Isolierung des Verteilernetzes ausreichend verhindert werden könne. Essent hat zu diesem Zweck Pläne für einen separaten Netzbetreiber vorgelegt.
 
Darüber hinaus hatte sich die Arbeiterorganisation VNO-NCW mit einem Schreiben an die Regierung in Den Haag gerichtet und darum gebeten, den Essent-Verkauf zu unterbinden. RWE zeigte sich darüber verwundert und geht davon aus, dass der niederländische Energieversorger ab Herbst übernommen werden kann.







Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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