Keine neue Energieeffizienz für RWE!

26.5.2009 | Redaktion: Gerhard Solter
Wie die “Süddeutsche Zeitung” kürzlich berichtete, muss der Energiekonzern RWE seine geplante Energieeffizenzgesellschaft aufgeben. Das hatte der Konzern in Essen gegenüber der Zeitung bestätigt. Unternehmenschef Jürgen Großmann war für die Gesellschaft eingetreten, aber am Widerstand des neuen Vorstandmitglieds Rolf Martin Schmitz gescheitert.
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Das Projekt sollte die RWE-Kunden beim Energiesparen unterstützen. Statt dieser Gemeinschaft mit mehreren 100 Mitarbeitern soll jetzt nur noch eine so genannte Denkfabrik mit 30 bis 40 Angestellten vorgesehen sein. Ursprünglich war Stefan Kohler, der die halbstaatliche Deutsche-Energie-Agentur dena leitet, als Vorstand der Gesellschaft im Gespräch gewesen. Er hatte aber Anfang Mai mit der Begründung davon Abstand genommen, dass kein geeigneter Nachfolger für dena gefunden worden sei.
 
Einige Mitglieder des RWE-Vorstandes haben Kohler der Zeitung zufolge aber deutlich gemacht, dass sich die aufwändigen Pläne einer Energieeffizienzgesellschaft nicht umsetzen lassen. Schmitz ist seit Anfang Mai bei RWE und für die deutschen Geschäfte des Konzerns und ihre Umstrukturierung zuständig und will offenbar keinerlei Kompetenzen abgeben. Auch andere Mitglieder des Vorstandes hatten sich gegen die Gesellschaft ausgesprochen, da RWE bereits Dienstleistungen zum Thema Stromsparen anbietet.
 
Das neue Projekt sollte das Umweltbewusstsein des Unternehmens hervorheben und sein “grünes Image” verstärken. Einem RWE-Sprecher zufolge soll die Gesellschaft ihre Arbeit dennoch ab Juli aufnehmen, ihre Größe stehe aber noch nicht fest, und auch ein Chef sei noch nicht gefunden.
 

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