Startseite Stromnachrichten Zerfällt der Energiemarkt wegen des Atomausstiegs? 

Zerfällt der Energiemarkt wegen des Atomausstiegs?

Nachricht vom 12.7.2011
Anzeige

Am 8. Juli wurden die Gesetze für den Atomausstieg vom Bundesrat abgesegnet. Vor allem Parlamentarier erhalten dadurch das Gefühl, dass ein großes Kapitel abgeschlossen und eine Planungssicherheit für die betroffenen Akteure des Energiemarktes geschaffen wurde. Jedoch könnte dieses Gefühl schon schnell schwinden, denn trotz des enormen Umfangs taugt das Energiepaket nicht als Grundlage für einen Energiemarkt, der funktionieren kann.



Zerfällt der Energiemarkt wegen des Atomausstiegs?

Zerfällt der Energiemarkt wegen des Atomausstiegs?

Marktwirtschaftliche Preissignale spielen kleinere Rolle



Im Jahr 1998 wurde der deutsche Energiemarkt geschaffen, welcher durch die Energiewende-Gesetze wieder aufgelöst wird. Außerdem führen die Gesetze zu einem größtenteils staatlich regulierten Versorgungssystem. Wie die „Welt“ berichtet, spielen marktwirtschaftliche Preissignale nur noch eine kleinere Rolle. Die Politik ist der Ansicht, dass die erneuerbaren Energien ohne Weiteres den Platz der Atomkraftwerke einnehmen und werden und dass es eine nahtlose Integration in den bestehenden Energiemarkt geben wird. Doch Ökonomen sind sich bereits einig: Wenn der Ökostrom staatlich forciert ausgeweitet wird, ist dieser inkompatibel mit dem bisherigen Marktmodell.

Energiemarkt befindet sich in Auflösung



Die Erkenntnis setze sich bereits im Bundesverband Erneuerbare Energien durch. Nicht ohne Grund wehrt sich der Ökostrom-Verband gegen die Redewendung, dass die regenerativen Energien jetzt „fit für den Markt“ gemacht werden. Der Energiemarkt befindet sich aufgrund der staatlichen Garantiepreise, die für den Ökostrom bestehen, bereits in der Phase der Auflösung. Meinungen der Ökostrom-Lobbyisten zufolge, müssen wenn, der Markt fit für die regenerativen Energien gemacht werden.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

copyrighthinweis



Einen Kommentar schreiben:

Mich bei neuen Kommentaren benachrichtigen.

( Achtung: Benötigte Felder sind mit * gekennzeichnet. Sie sind selbst verantwortlich für den von ihnen abgegebenen Kommentar. Aus Sicherheitsgründen wird ihre IP gespeichert )




Diese Stromnachrichten könnten dich auch interessieren:

TelDaFax - unseriöse Unternehmenspraxis aufgedeckt ( vom 22.6.2011 )
Konzerne sollen Kunden zum Strom sparen zwingen ( vom 23.6.2011 )
Theaterplatz Dresden erhält neue Stromversorgung ( vom 24.6.2011 )
AKW-Stresstest: 7 weitere Länder schließen sich an ( vom 27.6.2011 )
Wird die Energiewende teurer als erwartet? ( vom 28.6.2011 )
Nordsee-Windpark erzeugte mehr Strom als erwartet ( vom 30.6.2011 )
Entscheidung getroffen: Atomausstieg bis 2022 ( vom 1.7.2011 )
Besiegelter Atomausstieg - Reaktionen der Grünen ( vom 1.7.2011 )
Weißrussland erhält wieder russischen Strom ( vom 4.7.2011 )
RWE fordert Kompensation von der Regierung ( vom 4.7.2011 )
Demonstration gegen übereilten Atomausstieg ( vom 5.7.2011 )
Planen RWE und E.ON neue Atomkraftwerke? ( vom 5.7.2011 )
BDI-Chef hält den Atomausstieg für zu riskant ( vom 6.7.2011 )
Chancen des Atomausstiegs ( vom 6.7.2011 )
Biedenkopf hält Energiewende für „unbegreiflich" ( vom 7.7.2011 )
Bundesrat: Entscheidung über Atomausstieg ( vom 8.7.2011 )
Kernkraftbefürworter demonstrieren vor Kanzleramt ( vom 8.7.2011 )
Besiegelte Energiewende: Bundesrat stimmt zu ( vom 11.7.2011 )
Energiewende: Unterschreibt Wulff die Gesetze? ( vom 11.7.2011 )
Energiewende: Düsseldorf stellt Konzept vor ( vom 12.7.2011 )