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Die gute alte Glühbirne hat ausgedient!

Nachricht vom 8.12.2008
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Nach 130 Jahren wird die herkömmliche Glühbirne nun durch die EU-Kommission schrittweise vom Markt genommen. Künftig sollen effizientere Leuchtmittel wie Halogen-oder LED-Lampen eingesetzt werden. Diese Beleuchtungen sind etwas teurer, verbrauchen aber weniger Strom und halten länger. Nach Beschluss des Europa-Parlaments sollen die besonders energieintensiven 100-Watt-Glühbirnen bereits ab September 2009 vom Markt verschwinden. Anfang 2010 werden die 40-Watt-Birnen aus dem Handel genommen, 2012 sollen alle schwächeren folgen. Während dieser Übergangszeit kann die Industrie auf die Produktion der effektiveren Lampen umrüsten.

Die erste langlebige Kohlefaden-Glühlampe für den Alltag wurde 1879 von Thomas Alva Edison entwickelt. Sie wandelt allerdings nur 5% der verfügbaren Energie in Strom um, der Rest geht in Form von Wärme verloren. Aus diesem Grund sollen die kleinen Stromfresser langfristig durch andere Lichtquellen ersetzt werden. Derzeit verwenden ca. 85% aller europäischen Haushalte klassische Glühbirnen. Sie kosten pro Stück ca. 60 Cent, während eine Sparlampe mit 2 bis 10 Euro zu Buche schlägt. Die neuen Leuchtstofflampen verbrauchen 65 bis 80% weniger Strom als die alten Birnen und arbeiten im Schnitt 6 Jahre.

Mit der Umstellung auf Energiesparlampen kann jeder Haushalt laut EU-Angaben seine Stromrechnung um 50 Euro pro Jahr senken. Europaweit könnten die Verbraucher nach Angaben der Lampenindustrie somit bis zu 7 Milliarden Euro im Jahr einsparen. Darüber hinaus vertreten Umweltexperten die Meinung, dass der Verzicht auf die klassische Glühlampe allein in Deutschland eine Reduzierung des CO?-Ausstoßes um ca. 3 Millionen Tonnen zur Folge hätte!

Die alten Glühbirnen werden vorrangig noch in Polen, Ungarn und einigen Ländern Westeuropas produziert. Damit sind, Schätzungen der EU-Kommission zufolge- etwa 8000 der 50 000 in den Betrieben Angestellten für die Herstellung dieser Lampen eingesetzt. Die entsprechenden Unternehmen sollen auf Energiesparlampen umsteigen und so die Arbeitsplätze erhalten. Dennoch ist ein Verlust von 2000 bis 3000 Stellen zu erwarten.

Von den EU-Plänen ausgenommen sind spezielle Lampen wie z.B. Infrarotlampen oder Kühlschrank-Bühnen-und Ampelbeleuchtung. Wenn sich die EU-Staaten und das Europa-Parlament mit den Vorhaben der Brüsseler Experten einverstanden erklären, will die Kommission den Beschluss ab Frühjahr 2009 in die Tat umsetzen.







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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