EU keine Einigung bei Atomsicherheit

8.4.2011 | Redaktion: Gerhard Solter
Zwar rechtfertigt Greenpeace seine Förderung nach einem raschen Atomausstieg bis 2015 damit, dass Deutschland mit seinen vorhanden erneuerbaren Energiequellen als Gesamtpaket den Strombedarf decken könnte, jedoch findet die EU und auch speziell Deutschland keine annähernde Einigung zum Thema.
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EU keine Einigung bei Atomsicherheit

EU keine Einigung bei Atomsicherheit

Höhere Sicherheitsstandards gefordert



Verhandlungen über gemeinsame Sicherheitsstandards für Atommeiler innerhalb der EU sind erneut gescheitert. Bei der Abstimmung am Mittwoch zeigte es sich wieder einmal, wie weit die Meinungen im EU-Parlament über die Konsequenzen, die aufgrund des Vorfalls im Kraftwerk Fukushima gezogen werden müssen, auseinander gehen. Die Mitglieder konnten sich nicht darauf einigen, die bisweilen nationalen Zuständigkeiten für die Sicherheiten in Kraftwerken auf EU-Basis zu verlegen. Nach der Katastrophe in Japan wurde über Stresstests für Atomkraftwerke diskutiert – leider ohne großen Erfolg, denn diese Tests bleiben weiter unverbindlich.


Sicherheitsüberprüfung aller 143 Reaktoren



Herbert Reul (CDU), der als Vorsitzende des Energieausschusses im EU-Parlament agiert, findet das Nichtzustandekommen eines Ergebnisses mehr als traurig. Die große Chance, die das EU-Parlament hat, Druck auf die Mitgliedsstaaten auszuüben, um den geplanten Stresstests für Atomkraftwerke und gemeinsame Sicherheitsstandards zu entwerfen, ist vertan.

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