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Stromkunden müssen für Netzumbau aufkommen

| Redaktion:
Am Mittwoch stellte die Bundesnetzagentur in Bonn ihren Jahresbericht vor. Laut einem Bericht des WDR fordert der Präsident, Matthias Kurth, schnell neue Stromleitungen für erneuerbare Energien zu bauen. Einer Studie der Deutschen Energieagentur (Dena) zufolge sind bis zu 3.600 Kilometer neue Leitungen nötig. Doch wer soll die Kosten dafür eigentlich tragen?
Stromkunden müssen für Netzumbau aufkommen

Stromkunden müssen für Netzumbau aufkommen

Deutschland braucht neue Netze



Die Energiewende kommt und bringt viele Veränderungen mit sich. Der WDR konnte ein Interview mit dem Präsidenten der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, über dieses Thema führen. Seinen Angaben zufolge wird das derzeitige Stromnetz in Zukunft andere Erzeugungsschwerpunkte haben als bisher. Denn die Kraftwerke sind größtenteils im Süden angesiedelt. Alle Parteien im Bundestag wollen die erneuerbaren Energien mittelfristig aber stärken, was hauptsächlich durch nördlich gelegene Windkraft- und Offshore-Anlagen der Fall sein wird. Denn Kurth ist der Meinung: “Wenn wir 50 oder mehr Prozent unseres Stroms aus erneuerbaren Energien gewinnen wollen, wird das nur gehen, wenn wir diese Offshore-Windkapazitäten voll ausschöpfen.“ Doch die erneuerbaren Energien werden im Norden produziert, während sie in der Mitte und im Süden Deutschlands verbraucht werden. „Dafür ist das Stromnetz nicht geplant und nicht gebaut worden. Wir brauchen völlig neue Trassen, um diesen Strom abzutransportieren“.

Die Finanzierung zahlt der Verbraucher



Auf die Frage des WDR hin, wer den Netzausbau eigentlich finanzieren soll, gab Kurth eine unmissverständliche Antwort: „Die Verbraucher zahlen das.“ Er sprach allerdings für sein gesamtes Unternehmen, als er hinzufügte: „Wir als Netzagentur werden darauf achten, dass nur effiziente Kosten geltend gemacht werden“. Es gibt ein klares, anerkanntes und etabliertes Regelwerk. Nur die Kosten, die von der Netzagentur anerkannt werden, werden letztendlich auch über den Strompreis umgelegt. Im Moment machen diese Kosten ein Viertel des Kilowatt-Stundenpreises aus. „Die steigen natürlich noch mehr, wenn wir Erdkabel verlegen“, so Kurth weiter, „Aber wir werden versuchen, das in einem vertretbaren Umfang zu halten. Der Stromkunde sollte ein Interesse daran haben, dass die Investitionen, die jetzt gemacht werden, langfristig sind und dass erprobte Techniken zum Einsatz kommen“.


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