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kostenlose Stromwechsel HotlinePastoralrat gegen Atom-Strom
Nachricht vom 28.3.2011Der Pastoralrat der Erzdiözese Salzburg fordert, aus der Atom-Technologie auszusteigen. „Anscheinend rufen erst Nuklear-Katastrophen wie 1986 in Tschernobyl und nun in Japan ein Aufwachen aus der Atom-Illusion hervor“ heißt es in der Resolution, die am Wochenende bei der Klausurtagung einstimmig beschlossen wurde, wie die katholische Presseagentur Österreich berichtet.
Pastoralrat gegen Atom-Strom
Sparsam sauberen Strom verbrauchen
Die Bevölkerung wird dazu aufgerufen, verantwortungsvoller mit Energie und Umwelt umzugehen. Vorbild ist dabei die Erzdiözese selbst. Denn sie versorgt ihre Zentrale mit zertifiziertem Ökostrom. Unter Vorsitz von Erzbischof Alois Kothgasser tagte der Pastoralrat im Benediktinerstift Michealbeuern. In der Resolution betonte er den Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, was ein Grundauftrag der Christen sei. In Anbetracht des globalen Energieverbrauchs der industrialisierten Welt wird dieses Thema besonders brisant: „Alle Versuche, den Energiehunger über fossile Energieträger oder mittels Atomstrom zu befriedigen, sind nicht zukunftsfähig und führen langfristig in ein Desaster“, wie es wörtlich heißt. Der einzig verantwortbare Weg führt über einen Ausstieg aus der Atom-Technologie, die einfach zu viele Risiken und Ungewissheiten in sich birgt. Die Menschen werden aufgefordert „von ihrem Stromanbieter atomstromfreien Strom zu verlangen und bei Zweifeln auch den Stromanbieter zu wechseln“. Aber auch der Stromverbrauch soll reduziert werden.
Forderungen an die Politik
Nicht nur die Menschen sollen ihre Stromtarife ändern, auch die Tarife selbst haben dem Pastoralrat einige Veränderungen nötig. Darum fordert er die Regierung auf, den verkauften Strom eindeutig kennzeichnen zu lassen. Außerdem seien glaubhafte Schritte zur Senkung des Stromverbrauchs und für Kostenwahrheit bei den Energiepreisen vonnöten. Schließlich verlangen die Räte nun ein Veto gegen das Euratom Forschungsprogramm, das milliardenschwer ist und im Herbst im EU-Forschungsministerrat beschlossen werden soll. Die Forschung über effiziente Nutzung erneuerbarer Energien solle seinen Platz einnehmen. Der Pastoralrat lädt außerdem alle Christen zur Mahnwache für den Atomausstieg ein. Sie findet jeden Montag ab 19 Uhr am Salzburger Mozartplatz statt.
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Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter
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