Stromtarife im Netz - Angebote für Auserwählte

25.3.2011 | Redaktion: Nadine Rom
Die meisten Menschen, die einen günstigen Strom-, Gas- oder Telefonanbieter suchen, tun dies über das Internet. Doch eben nicht alle – besonders Senioren haben selten Internet und können die günstigen Angebote darum nicht nutzen. Die Südwest Presse berichtete heute über Ausweichmöglichkeiten für Netzlose.
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Stromtarife im Netz - Angebote für Auserwählte

Seniorendiskriminierung



Die 72-jährige Gisela J. aus München wurde auf ein Angebot ihres Versorgers aufmerksam, welches er offensiv bewarb. Sie wollte nach der Atomkatastrophe in Japan schnell zu Ökostrom wechseln. Sie rief bei ihrem Versorger an, doch Fehlanzeige: Nur für Online-Kunden. Doch besonders Rentner müssen auf jeden Euro achten, haben somit keinen Internetzugang und kommen nicht an die Billigtarife heran – der Unmut verbreitet sich besonders in diesen Kreisen. Dass es viele Rabatte nur noch online gibt, konnte auch Holger Krawinkel vom Bundesverband der Verbraucherzentralen bestätigen. „Wer außerhalb der Internetgemeinde lebt, fühlt sich fast schon ausgegrenzt“, bestätigte auch Hanne Schweitzer vom Kölner Büro gegen Altersdiskriminierung. Krawinkel weiß, wie Senioren trotzdem an günstige Tarife kommen.


So kommt jeder an einen Billigtarif



Wer Kinder und Enkel hat, sollte möglichst diese um Hilfe bitten. Die jüngere Generation ist heute viel versierter im Umgang mit Computern, denn sie ist mit ihnen aufgewachsen. Bei Gelegenheit kann dann auch gleich überprüft werden, ob der gewählte Anbieter überhaupt der günstigste ist. Denn Tarifrechner ermitteln den günstigsten Tarif im Versorgungsgebiet. Dazu sind nur die Postleitzahl und Verbrauchsdaten nötig, die sich auf der letzten Abrechnung finden. Eine andere Möglichkeit stellen Verbraucherzentralen in großen Städten dar. Hier kann ein Anruf oder persönliches Gespräch hohe Ersparnisse nach sich ziehen. Aber auch in Internet-Portalen stehen kostenlose Service-Telefonnummern zur Verfügung, mit denen sich günstige Tarife gefunden werden können. „Nur Mut“ rät Verbraucherschützer Krawinkel. Es können bis zu 200 Euro gespart werden.

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