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Atomausstieg laut Studie bis 2020 realisierbar

Nachricht vom 19.3.2011
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Hamburg – Michael Sterner vom Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) hat im Auftrag von „Spiegel Online“ Berechnungen zum Atomausstieg vorgenommen. Unter Bezugnahme auf die Leitstudie 2010 des Bundesumweltministeriums sei ein vollständiger Ausstieg aus der Atomenergie wohl noch in diesem Jahrzehnt möglich.



Atomausstieg laut Studie bis 2020 realisierbar

Atomausstieg laut Studie bis 2020 realisierbar

Die Studie geht davon aus, dass die Stromproduktion aus regenerativen Energien bis 2020 auf 227 Terrawattstunden pro Jahr steigt. Das entspräche 40 Prozent der Gesamtproduktion. Zugleich müsste der Stromverbrauch durch Effizienzsteigerung in Industrie und Privathaushalten um 30 Terrawattstunden gesenkt werden. Dann wären dem Szenario zufolge 2020 lediglich noch Atomkraftwerke mit einer Leistung von vier Gigawatt am Netz.


Gaskraftwerke als Alternative



Diese könnten laut Sterners Einschätzung vorzeitig durch Gaskraftwerke mit derselben Leistung ersetzt werden. Er betonte zudem, dass für den Atomausstieg bis 2020 der Ausbau der Erneuerbaren Energien lediglich wie gehabt weiter vorangetrieben werden müsse. Da stets genug Kapazitäten gesichert wären, müssten gemäß seinen Berechnungen keine Versorgungslücken befürchtet werden.


Explodierende Kosten



Einen Haken hat das Ganze dann aber doch. „Spiegel Online“ hat berechnet, dass die Investitionen in Netze, Effizienzsteigerungen, Gaskraftwerke und den Ausbau der Erneuerbaren Energien insgesamt Investitionen in Höhe von 233 Milliarden Euro bedeuten würden. Die Strompreise würden allein durch den Netzausbau und steigende Großhandelspreise um rund 3 Cent je Kilowattstunde steigen. Hinzu kämen die Kosten für den Ausbau der regenerativen Energien in Form der Ökostromumlage. Diese könnte sich bis 2020 auf rund 22 Milliarden Euro pro Jahr erhöhen.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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