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+++ Live-Ticker +++ Die Atom-Katastrophe in Japan - +++ IAEA will Sondersitzung am Montag durchführen

Nachricht vom 18.3.2011
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Die nächsten 48 Stunden entscheiden über das Ausmaß des Super-Gau. Reaktoren sollen weiterhin über Wasserwerfer gekühlt werden. Währenddessen wurde die Kühlung über Meerwasser ausgesetzt, aktuell liegt das Abklingbecken alter Reaktorkerne komplett im Trockenen. Die IAEA will am Montag eine Sondersitzung zur Fukushima-Krise durchführen.



+++ Live-Ticker +++  Die Atom-Katastrophe in Japan - +++ IAEA will Sondersitzung am Montag durchführen

+++ Live-Ticker +++ Die Atom-Katastrophe in Japan - +++ IAEA will Sondersitzung am Montag durchführen

+++ Kühlung zeigt Wirkung, Reaktoren 1 und 2 haben steigenden Druck +++

[21:40 Uhr]
Der japanischen Atomsicherheitsbehörde zufolge ist der Druck in dem seit einiger Zeit durch massive Wasserwerfereinsätze gekühlten Reaktor 3 gesunken. Damit sinkt auch die Explosionsgefahr. In den benachbarten Reaktoren 1 und 2, die seit dem Erdbeben abgeschaltet sind, weist eine Messung vom Freitag darauf hin, dass dort die inneren Drücke leicht steigen. Eine Bewertung dieser Zahlen führte die Atomsicherheitsbehörde nicht durch.


+++ Weitere Beben zu befürchten +++

[21:19 Uhr]
Laut Presseinformationen halten Geophysiker weitere Beben in allen Weltgegenden für wahrscheinlich. Die Erde habe sich beim japanischen Beben sehr stark verändert und damit bestehende Druck- und Zugverhältnisse unter weitere Belastungen gesetzt. Diese müssen sich zwangsläufig irgendwann entspannen. Dies sei eher früher als später zu erwarten, so Hans-Peter Bunge, Geophysiker von der Ludwig-Maximilians-Universität München.


+++ Hersteller verteidigt Fukushima-Reaktor-Modellreihe +++

[20:50 Uhr]
Der Hersteller von 5 von 6 Fukushima-1-Reaktoren, General Electric, verteidigt den als Mark 1 benannten Typ Atomreaktor. DIese seien seit 40 Jahren weltweit renommiert und alle Regulierungsvorschriften wären sofort umgesetzt worden. Dieser Reaktortyp wurde also in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt und war damals der Kritik ausgesetzt gewesen, dass das Gebäude wohl einem Druckanstieg nicht gewachsen sei. Dieser Druck kann zum Beispiel durch Kühlungsausfälle steigen.


+++ Nun werden die Kühlsysteme überprüft +++

[20:32 Uhr]
Der Betreiber der AKWs in Fukushima, TEPCO, hat der Nachrichtenagentur Reuters gegenüber festgehalten, dass nun, nachdem die Energieversorgung anliegt, die vorhandenen Kühlsysteme überprüft werden. Sollte die Technik durch das Erdbeben und den Tsunami nicht beschädigt sein, werde man mit der Kühlung der Reaktoren auf die normale Weise fortfahren können. Dennoch ist ein System auf die Aufnahme von Meerwasser ausgelegt, um nicht beeinflussbaren Versorgungsschwankungen entgegenzuwirken.


+++ Strom liegt in Fukushima an +++

[20:00 Uhr]
Die Betreiberfirma des havarierten AKWs, TEPCO, hat verlauten lassen, dass eine Stromversorgung zum Kraftwerk hergestellt sei. Mit dieser sollen die ausgefallenen Kühlkreisläufe der Reaktoren wieder auf Normalbetrieb gebracht werden, solange die Pumpen nicht zuvor zu schwer beschädigt wurden. Wann genau die Elektrizität fließen soll, wurde noch nicht geäußert, die geplante Reihenfolge sieht zuerst eine Versorgung von Reaktor 2, dann 1, schließlich 3 und 4 vor.


+++ Günstiger Wind in Japan soll drehen +++

[19:35 Uhr]
Der Deutsche Wetterdienst hat die Windrichtungsprognose für Fukushima veröffentlicht. Demnach soll am Montag der Wind in Richtung Tokio wehen, günstigerweise aber bereits ab Dienstag wieder aufs Meer drehen. Strahlungsprognosen für diesen Zeitraum wollte niemand machen, da die Lage in den Reaktoren nicht vorhersehbar sei.


+++ Japanische Regierung gibt Kommunikationsschwächen zu +++

[18:54 Uhr]
Der Kabinettssekretär der japanischen Regierung Yukio Edano hat Bewertungsfehler bei der Nuklearkatastrophe eingeräumt. Im Rückblick hätte man sich von dem Erdbeben und dem folgenden Tsunami nicht von der Entwicklung in den Kernreaktoren ablenken lassen sollen, so der Regierungsbeamte.


+++ Deutsche Roboter womöglich bald im Kriseneinsatz +++

[18:25 Uhr]
Wie das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit mitteilte,werde Deutschland fernsteuerbare Maschinen für Einsätze in verstrahlten Gebieten bereithalten. Man warte nur auf die direkte Anfrage der japanischen Regierung, um die benötigten Maschinen in kurzer Zeit einfliegen zu können.


+++ So wird gekühlt +++

[18:17 Uhr]
Laut dem japanischen Sender NHK werden am Reaktorblock 3 des AKW Fukushima 15 Tonnen in 40 Minuten versprüht, um dieses Gebäude kühl zu halten. Die Spezialfahrzeuge der Feuerwehr beziehen das Wasser direkt aus dem 300m entfernten Meer.


+++ Lieferengpässe durch Katastrophe +++

[17:35 Uhr]
Viele Autohersteller müssen in ihrer Produktion auf die Probleme der japanischen Zulieferer reagieren und richten Krisenstäbe ein. Die Japaner haben ihre Produktion gedrosselt, zum einen wegen des Stromsparens, zum anderen wegen der großen Verwüstungen. Damit ist der Nachschub an Teilen und Komponenten für viele Produzenten in Europa und Amerika gefährdet, wie das ZDF verlautbaren ließ.


+++ Ab Samstag Besserung in der Stromversorgung der Reaktoren in Sicht +++

[17:14 Uhr]
Die japanische Nuklearbehörde geht in ihrer Prognose davon aus, dass ab Samstag endlich wieder Netzstrom an den beschädigten Reaktoren 1 und 2 des AKW Fukushima anliegt. Damit könnte der Kühlkreislauf wieder in Betrieb genommen werden, sofern die Maschinen nicht durch Erdbeben oder Flutwelle zu stark beschädigt worden sind. Die Reaktoren 3 und 4 erhalten diese Kabel am Sonntag.


+++ IAEA schätzt Lage weiter kritisch ein +++

[16:59 Uhr]
Ein Sprecher der IAEA ließ verlautbaren, dass die Lage an den Fukushima-1-Reaktoren 1,2 und 3 weiterhin kritisch ist. Dennoch sei die Gesamtsituation "ziemlich stabil".


+++ Kühlungsversuch an Reaktor 3 wird aufrecht erhalten +++

[16:48 Uhr]
Laut japanischen Medien wird trotz der eingebrochenen Dunkelheit weiter versucht, den Reaktor 3 in Fukushima zu kühlen. Weiter heißt es, dass bei der Kühlung auch ein amerikanisches Fahrzeug beteiligt sein soll.


+++ Wieder Wasserstoff in Reaktor 4 - keine Explosionsgefahr +++

[16:02 Uhr]
Laut ZDF.de wird im Reaktorgebäude 4 in Fukushima wieder vermehrt Wasserstoff gebildet. Eine Explosionsgefahr besteht aber nicht, da die weitgehend zerstörte Gebäudehülle eine Ansammlung nicht zulässt. Der entweichende Wasserstoff wird nicht in ausreichender Konzentration vor Ort sein, um sich als Knallgas zu entzünden.


+++ IAEA will Sondersitzung durchführen +++

[15:41 Uhr]
DIe Internationale Atomenergie-Organisation plant am Montag eine Sondersitzung durchzuführen. Dort will der Vorsitzende Yukiya Amano den 35 Mitgliedern des Gouverneursrats über seine Reise nach Japan berichten. Das einzige Thema wird Presseberichten zufolge die Situation im AKW Fukushima sein.

+++ Strahlende Teilchen nun auch an US-Westküste +++

[15:25 Uhr]
Die Strahlung aus dem Kernkraftwerk Fukushima breitet sich der Nachrichtenagentur Reuters zufolge aus. An der US-Westküste sind nun bereits erste radioaktive Teilchen gefunden worden. Die Strahlungsenergie ist allerdings weit unter der Schwelle für eine mögliche Gesundheitsgefährdung der dortigen Bevölkerung.


+++ Atomausstieg in Deutschland ist bis 2020 möglich +++

[14:55 Uhr]
Das Öko-Institut hat im Auftrag des WWF eine Studie über die Möglichkeit des kurzfristigen Atomausstiegs in Deutschland verfasst. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass der Ausstieg bis 2020 ohne dramatische Preisschwankungen oder negative Effekte auf die CO2-Bilanz möglich ist. Eine Verstärkung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien sei ebenfalls nicht nötig, so die Institute.


+++  Keine Gefahren bei Reisen nach Japan +++

[13:39 Uhr] Derzeit sieht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) keine grundsätzliche Gefahr bei Reisen nach Japan. Dies gelte aufgrund der Radioaktivität jedoch nicht für die Regionen im Norden, so ein WHO- Sprecher.


+++ Fukushima-Krise auf Augenhöhe mit dem zweiten Weltkrieg +++

[13:10 Uhr] Die Atomkatastrophe um das Kraftwerk Fukushima rangiert laut Premierminister Naoto Kan auf Augenhöhe mit dem Zweiten Weltkrieg. Er versuchte in seiner öffentlichen Ansprache die Situation für das Land zu verdeutlichen und betonte dabei, die aktuelle Situation stellt die schlimmste Situation Japans seit dem Zweiten Weltkrieg.


+++ Evakuierung wird vorerst nicht ausgeweitet +++

[10:38 Uhr] Nach Ansicht der japanischen Regierung ist eine erneute Ausweitung des Evakuierungsgebietes aktuell nicht notwendig. Alle Anwohner aus einem Umkreis von 30km von Fukushima aus wurden bereits evakuiert.

+++ Atomaufsicht stuft Schwere des Unfalls hoch +++

[10:18 Uhr] Die Atoomsicherheitsbehörde hat die Schwere des Fukushima-Unfalls erneut hochgestuft. Der Unfall ist nun nicht weiterhin mit Stufe 4 als "Unfall" einzuordnen, sondern als ein "ernster Unfall" und somit Stufe 5.

+++ Verstärkung der Helferschaft um Fukushima +++

[9:50 Uhr] Die 50 mutigen Tepco-Mitarbeiter die seit Tagen vergeblich versuchen das AKW Fukushima vor dem endgültigen Super-Gau zu bewahren bekommen verstärkung. Die in japanischen Medien "Fukushima 50" genannte Truppe bekommt nun endlich zahlreiche Unterstützung. Mehr als 140 Feuerwehrmänner aus dem ganzen Land sind aktuell auf dem Weg in das Krisengebiet, mehr als 120 Atomexperten und freiwillige Helfer sind bereits zur Verstärkung geeilt.

+++ Japanische Regierung verweigerte Abzug der Mitarbeiter +++

[9:35 Uhr] Japanische Zeitungen berichten über ein Veto der japanischen Regierung bezüglich der Zahl der Mitarbeiter in der Region um Fukushima. Schon am Montag ersuchte die Betreibergesellschaft Tepco die japanische Regierung um seine Mitarbeiter wegen akuter Lebensgefahr abziehen zu dürfen. Das Gesuch wurde vom Ministerpräsident Kan abgelehnt mit der Begründung "[...] Es geht nicht darum, ob Tepco kollabiert, es geht darum, ob Japan zusammenbricht".

Ein nicht weiter benannter Vertreter von Tepco wies darauf hin, dass diese Entscheidung der japanischen Regierung einem Todesurteil gleichkommt.

+++ Sarkophag für Fukushima aus Sand und Beton? +++

[9:12 Uhr] Offenbar erwägt die Betreibergesellschaft Tepco das Problemkraftwerk um Fukushima 1 mit einer Mixtur aus Sand und Beton zu verschütten um weitere Kontaminierungen zu verhindern. Bereits in Tschernobyl wurde die Katastrophe mit Hilfe von Verschüttungen versucht unter Kontrolle zu halten.

+++ Wirtschaft strebt sich gegen kurzfristigen Atomausstieg +++

[8:50 Uhr] Der Präsident des Bundesverbands der deutschen Industrie (BDI) warnte vor einem überhasteten und übereifrigen Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland. Er verwies auf den allgemeinen Tenor von Wirtschaftsexperten, welche allesamt die Notwendigkeit von Atomkraftwerken bekräftigen. Dieter Hunt, Arbeitgeberpräsident, warnte ebenfalls vor einem direktne Umstieg auf erneuerbare Energien. Deutschland hätte nun die Aufgabe sich an den Konsequenzen anderer Länder zu orientieren, statt eine überhastete Entscheidung zu treffen.

+++ Atomenergiebehörde will Fukushima 1 erkunden +++

[8:30 Uhr] Die IAEA, Internationale Atomenergiebehörde, möchte sich noch heut ein eigenes Bild von den Strahlenwerten in der Region von Fukushima 1 machen. Sie bemängelten dass es zuletzt seitens der japanischen Regierung und der Betreibergesellschaft Tepco immer öfter widersprüchliche Aussagen zur Konzentration der Radioaktivität gab.

+++ Mittlerweile über 16.600 Vermisste und Tote +++

[8:10 Uhr] Die Zahl der Vermissten und Toten steigt auch nach offiziellen Angaben fast täglich. Mittlerweile werden laut Polizeibehörde über 16.600 Menschen vermisst und deren Leichen bereits identifiziert. Auch in den kommenden Tagen droht sich diese Schreckenszahl noch um ein Vielfaches zu erhöhen.

+++ Wasserwerfereinsätze werden ausgeweitet +++

[7:50 Uhr] Die Kühlung über die Wasserwerfer der Armee werden nun auch auf Reaktor 1 ausgeweitet. Obwohl die Lage in Reaktor 1 laut Betreiber Tepco nicht annähernd so dramatisch wie in den Reaktoren 3 und 4 ist, soll die Kühlung mit Wasserwerfern einem weiteren Krisenherd vorbeugen.

+++ Bessere Informationspolitik seitens Japan +++

[7:35 Uhr] Die japanische Regierung kommt den Forderungen seitens China und der Automaufsichtsbehörde nach und verspricht eine bessere und öffentlichere Informationspolitik zur aktuellen Lage in Fukushima. Das versprach Ministerpräsident Kan am Nachmittag (Ortszeit) in Tokio

+++ Japaner sollen genügsam mit Strom umgehen +++

[7:00 Uhr] Das Handelsministerium Japans bat die Unternehmen in der westlichen Region Japans um eine erhöhte Produktion. Diese soll eine Maßnahme für einen geringeren Stromverbrauch in und rund um Tokio ausgleichen. Handelsminister Banri Kaeida bat zudem auch Privatpersonen ihren Stromverbrauch zu senken um einen umfassenden Strom-Blackout vorzubeugen.

+++ Strahlung um Fukushima 1 geht minimal zurück +++

[6:30 Uhr] Um Fukushima 1 konnte eine minimale Verbesserung bezüglich der gemessenen Strahlenwerte festgestellt werden. Das verkündete Betreibergesellschaft Tepco am Freitag Nachmittag japanischer Zeit. Die leicht reduzierte Strahlungsintensität scheint auf die Kühleinsätze über Wasserwerfer zurückzuführen.

+++ In ganz Japan wird Schweigeminute abgehalten +++

[6:15 Uhr] Um 7 Uhr deutscher Zeit soll im gesamten Land Japan eine Schweigeminute in Gedenken an die Opfer der Erdbeben-, Tsunami und Atomkatastrophe gehalten werden.

+++ Lafontaine will deutsche Soldaten in Japan +++

[5:45 Uhr] Ex-Vorsitzender der Linken will die deutsche Bundeswehr als Katastrophenhelfer nach Japan entsenden. Er verwies auf Gerätschaften der Bundeswehr die dafür konzipiert sind, eine atomare Verseuchung zu bekämpfen und forderte auf, dieser der japanischen Regierung zur Verfügung zu stellen.

+++ Über 380.000 Flüchtlinge +++

[5:00 Uhr] Die anhaltenden Krisen in Japan hinterlassen merkliche Spuren an der Bevölkerung. Aktuell werden über 380.000 Flüchtlinge in über 2200 Lagern gezählt, die ihre Heimat aufgrund der Auswirkungen der zahlreichen Katastrophen verlassen mussten.

+++ US-Experte spricht von einer Kühlung über  Wochen +++

[4:00 Uhr] Der amerikanische Nuklear-Experte Gregory Jaczko dämpft die Erwartungen nach den ersten Erfolgen der Kühlung. Seiner Ansicht nach könnte es Wochen, wenn nicht Monate dauern, bis die Reaktoren in Fukushima 1 wieder Normaltemperatur erreicht haben.

+++ Insgesamt 322 Milliarden in Finanzspritzen zur Verfügung gestellt +++

[3:35 Uhr] Die japanische Notenbank (BoJ) hat nach offiziellen Angaben mittlerweile über 322 Milliarden zur Bekämpfung der Katastrophe und der Stabilisierung des Landes zur Verfügung gestellt. Zudem soll ein Totalkollaps der Finanzmärkte verhindert werden.

+++ Tepco gibt sich optimistisch +++

[3:00 Uhr] Die Betreibergesellschaft von Fukushima 1, Tepco, gibt sich hinsichtlich der ausgefallenen Kühlsysteme optimistisch. Im besten Fall sollen bereits Freitagnacht japanischer Zeit die Kühlsysteme in Reaktor 2 wieder in Gang gebracht werden.

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