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Deutschland spart weniger Energie

Nachricht vom 29.4.2009
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Deutschland muss seinen vorderen Platz beim Energiesparen räumen. Zwischen 2000 und 2008 stieg die Energieproduktivität nur noch um 1,6 Prozent pro Jahr. Das teilte das Statistische Bundesamt Wiesbaden jetzt mit. Die Energieproduktivität setzt sich aus dem Verhältnis der Wirtschaftsleistung und dem Energieverbrauch zusammen.



Je sparsamer und effizienter dabei Energie genutzt wird, desto höher steigt ihre Produktivität. Im Zeitraum von 1990 bis 2000 war sie noch um 2,2 Prozent im Jahresmittel angewachsen. Insgesamt ist die Energieproduktivität zwischen 2000 und 2008 mit insgesamt 13,2 Prozent leicht angestiegen, wobei Statistikern zufolge jedoch kaum Energie eingespart wurde. Der Verbrauch ging lediglich um 2,8 Prozent zurück.
 
Die Energieeffizienz stieg trotzdem, was aber einem Wirtschaftswachstum von 10,1 Prozent zu verdanken ist. Das Statistische Bundesamt betonte, dass ausschließlich die Verbraucher Energie einsparen; ihr Gesamtverbrauch lag 2007 bei knapp 25 Prozent. Die Privathaushalte hatten in jenem Jahr statistisch gesehen 11, 7 Prozent weniger Strom verbraucht als noch 2001. Das lag vor allem an einem sparsameren Umgang mit Heizenergie.
 
In Wirtschaftsunternehmen wurden dafür allerdings 1,7 Prozent mehr Energie aufgewandt. Wenn die Energieeinsparungen weiter so langsam steigen, könnte das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 ihre Energieproduktivität im Vergleich zu 1990 zu verdoppeln, in Gefahr geraten. Um dieses Vorhaben zu gewährleisten muss die Produktivität ab jetzt um 3,0 Prozent jährlich ansteigen, so das Bundesamt. In ihrem Fortschrittsbericht von 2008 hatte die Regierung ihr Einsparziel als Schritt zu langfristiger Nachhaltigkeit noch einmal bestätigt.







Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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