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Grüne wollen keine weiteren Strompreiserhöhungen

Nachricht vom 10.2.2011
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Berlin – Cem Özdemir, Chef der Grünen-Fraktion, warnte die Energieversorger davor die Investitionskosten für den Netzausbau an die Endverbraucher weiter zu geben. Dem „Hamburger Abendblatt“ sagte er: "Der Ausbau der Stromnetze in Europa ist überfällig. Das dürfen die großen Energiekonzerne aber nicht wieder als billige Ausrede für Preiserhöhungen benutzen."



Grüne wollen keine weiteren Strompreiserhöhungen

Grüne wollen keine weiteren Strompreiserhöhungen

Er fügte hinzu: "Wenn die Energiekonzerne die zunehmende Verbilligung des Stroms an den Märkten durch das rasante Wachstum der Erneuerbaren in den letzten Jahren an die Stromkunden weitergeben würden, würden die Kosten für den Netzausbau für die Verbraucher nicht so ins Gewicht fallen."


Oettinger: Verbraucher muss zahlen



Im Vorfeld hatte EU-Energiekommissar Günther Oettinger steigende Strompreise auf Grund des Netzausbaus prophezeit. Dabei ginge es um Aufschläge von ein bis zwei Cent je Kilowattstunde. Oettinger ist der Meinung, dass der Ausbau nur durch die Beteiligung der Verbraucher bewältigt werden kann. Laut Holger Krawinkel, Energieexperte des Verbraucherzentralen Bundesverbands dürften die Mehrkosten jedoch lediglich 0,5 Cent je Kilowattstunde ausmachen. Zudem würden sich der steigende Wettbewerb und die Entwicklung des europäischen Binnenmarktes für Energie preisdämpfend auswirken.

Rund 40 Milliarden der geplanten 200 Milliarden Euro an Netzinvestitionskosten sollen durch Deutschland getragen werden. Die Deutsche Energieagentur rechnet damit, dass in den nächsten Jahren deutschlandweit 3.600 Kilometer neue Netze nötig werden. Mit diesen könnte dann endlich der im Norden gewonnene Windstrom in den Süden gebracht werden.


Energiepolitik stark kritisiert



Nach Angaben der EU-Kommission ist die Belastung mit Steuern und Abgaben für Strom in Deutschland überdurchschnittlich hoch und mache, bezogen auf das zweite Halbjahr 2009, rund 41 Prozent des Preises aus. EU-weit liegt der Steueranteil dagegen bei durchschnittlich 26 Prozent. Hier hakt auch Özdemir ein und kritisiert die Energiepolitik der Bundesregierung deutlich. "Mehr Wettbewerb im Energiebereich statt Zementierung des Oligopols der vier Energiekonzerne, wie es Union und FDP mit ihrem Setzen auf Atom und Kohle betreiben, würde die Stromkosten zusätzlich senken.

Ganz zu schweigen von den obszönen Milliardenprofiten, welche die Energiekonzerne durch die schwarz-gelben Laufzeitverlängerungen für die Atomkraftwerke einstreichen."







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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