Energiekunden werden ausgeplündert!

23.4.2009 | Redaktion: Patricia vom Merk
Dem Bund der Energieverbraucher zufolge schröpfen deutsche Gas-und Stromanbieter ihre Kunden mehr denn je. Daran ändere auch der Wettbewerb zwischen den Versorgern wenig, sagte der Vorsitzende des Bundes Aribert Peters.
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Demnach zahlen die Energiekunden immer noch jedes Jahr mehrere Milliarden Euro zu viel, zumal Strom und Gas in anderen Ländern Mitteleuropas deutlich preiswerter sei. Die Versorger machen allerdings höhere Gewinne als andere Branchen. Die größten Konzerne RWE und E.ON haben laut Peters von der Erzeugung bis zum hin zum Vertrieb eine Vormachtstellung auf dem Energiemarkt und legen ihre Tarife unabhängig von Wettbewerbsvorgaben oder staatlichen Bestimmungen fest.
 
Die Preise werden im Namen des Wettbewerbs erhöht, sodass er seinem eigentlichen Zweck einer konstanten Preisregulierung nicht mehr gerecht wird. Auch der Anbieterwechsel bringt Peters zufolge wenig Vorteile für den Verbraucher, denn solange es unter den Energieversorgern Monopolisten gäbe, würden die Preise größtenteils außerhalb des Wettbewerbs festgelegt.
 
Wenn man die führenden Energiekonzerne aufsplittet und die Leitungsnetze unter staatliche Kontrolle bringt, könnte auch die Tarifbildung besser kontrolliert werden. Der Verbraucher sollte dennoch die Möglichkeit des Anbieterwechsels nutzen um so viele Kosten wie möglich einzusparen und notfalls auch gegen überhöhte Gebühren klagen. Mittlerweile bekommen die Verbraucher bei solchen Prozessen immer öfter Recht zugesprochen und könnten auch bereits gezahlte überschüssige Energiepreise zurückverlangen.

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