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Milliardär will britisches E.ON-Stromnetz kaufen

Nachricht vom 24.1.2011
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London/Hongkong – Einem Pressebericht der „Sunday Times“ zufolge ist der Multimilliardär Li Ka-shing aus Hongkong am britischen E.ON-Stromnetz interessiert. Für das zweitgrößte Netz Großbritanniens hat er über zwei Investment-Firmen 3,5 Milliarden britische Pfund (4,1 Milliarde Euro) geboten. Die Li-Gesellschaften Heung Kong Infrastructure (CKI) und Hongkong Electric kauften dem französischen Stromversorger Électricité de France (EdF) bereits im vergangenen Jahr das größere britische Netz für 5,8 Milliarden Pfund ab.



Milliardär will britisches E.ON-Stromnetz kaufen

Milliardär will britisches E.ON-Stromnetz kaufen

Wie die Zeitung weiter berichtete, hat Cheung Kong bereits 2010 zu E.ON Kontakt aufgenommen und lässt sich von der Deutschen Bank beraten. Da Li sein Engagement in letzter Zeit verstärkt auf regulierte Geschäfte ausgedehnt hatte, waren Experten über sein Interesse am britischen Netz nicht verwundert. Allgemein gilt Li als einer der reichsten Männer der Welt.

E.ON veräußert Geschäftsteile



Nach wie vor hat sich E.ON nicht öffentlich dazu bekannt sein britisches Stromnetz veräußern zu wollen. Allerdings plant der Konzern bis 2013 rund 15 Milliarden Euro durch Verkäufe einzunehmen, davon betroffen sind vor allem regulierte Geschäftsteile, wie die Gas- und Stromnetze, weil das Unternehmen die von den Wettbewerbsbehörden gewährten Renditen für zu gering erachtet. Der Erlös soll zum einen in die Schuldentilgung und zum anderen in die internationale Expansion – vor allem im Kraftwerksgeschäft – fließen. Letztes Jahr hatte E.ON auf Druck der EU-Kommission bereits sein Höchstspannungsnetz in Deutschland verkauft. Erst vor kurzem wurde das Gasnetz in Italien verkauft.

Gespräche über britisches Gasnetz



Der Konzern soll bereits mit einer Investmentgesellschaft aus Abu Dhabi, einem kanadischen Pensionsfonds und der australischen Bank Macquarie über das britische Gasnetz gesprochen haben, so frühere Presseberichte. Vor allem für langfristig orientierte Anbieter ist das regulierte Netzgeschäft in Europa von Interesse, da es stabile Erträge liefert. RWE verkaufte seine deutschen Gasfernleitungen beispielsweise an die Macquarie-Gruppe.







Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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