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kostenlose Stromwechsel HotlineSicherheitslücken beim Internet-Emissionshandel
Nachricht vom 24.1.2011Brüssel – Die Europäische Union sieht den europaweiten Emissionshandel als Vorzeigeprojekt, das die Klimasünder China und Amerika zur Nachahmung bewegen soll. Doch wie gut ist das System wirklich? In der vergangenen Woche kam es zu einem millionenschweren Diebstahl von Zertifikaten für Verschmutzungsrechte über das Internet. Scheinbar haben Kriminelle es durch die Beteiligung von 27 Mitgliedsstaaten besonders leicht, in das System einzudringen – im Idealfall bieten sich 27 potenzielle Eintrittstürchen. Die EU ist offenbar nur unzureichend gegen solche Attacken von Cyber-Kriminellen gewappnet.
Sicherheitslücken beim Internet-Emissionshandel
CO2-Senkung durch Emissionshandel
Durch den Emissionshandel soll der Ausstoß von Kohlendioxid auf längere Sicht gesenkt werden. Jedes Unternehmen darf eine bestimmte Menge CO2 ausstoßen, dafür erhält es entsprechende Zertifikate. Nach und nach wird dann die Anzahl der verfügbaren Zertifikate reduziert, damit Unternehmen gezwungen sind umweltfreundlicher zu produzieren. Produziert eine Firma weniger CO2 als erlaubt, kann sie die überzähligen Zertifikate an andere Unternehmen verkaufen, die zu viel Kohlendioxid produzieren. So können umweltfreundlich arbeitende Unternehmen am Emissionshandel sogar noch verdienen.
Unsicheres System
Eine erste Warnung hatte es bereits im Februar letzten Jahres gegeben, nämlich als Kriminelle die Zugangsdaten für die Netzdatenbank der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) gestohlen und dann einige Berechtigungen zum Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase verkauft hatten. Auch jetzt wurden wieder Mängel bekannt. So gäbe es bereits seit zwei Monaten Probleme mit den Registrierstellen von Internetdatenbanken in 14 Mitgliedsländern – Deutschland gehört nicht dazu. Eine Schwachstelle ist, dass es keine zentrale Stelle für den Zertifikathandel gibt. Am Mittwoch dürfen nur diejenigen Länder wieder teilnehmen, die ihr System nachgerüstet haben, so die EU-Kommission.
Prinzipiell fehlt dennoch eine geeignete Lösung. Die im November durchgeführte Übung zur EU-weit koordinierten Abwehr von Cyberangriffen stecke noch in einem frühen Entwicklungsstadium, erklärte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Alvaro kommentierte den aktuellen Fall wie folgt: „Im digitalen Zeitalter auf 27 unterschiedliche nationale Sicherheitssysteme zu setzen, ist weltfremd und verantwortungslos."
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Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom
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