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Kraftwerkskauf durch RWE gestoppt

Nachricht vom 23.1.2011
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Am Freitag hat das Oberste Gericht der Niederlande die Übernahme der Anteile an dem einzigen niederländischen Atomkraftwerk durch den deutschen Energiekonzern RWE unterbunden. Dieser Entscheidung war eine einstweilige Verfügung des Arnheimer Amtsgerichts vorangegangen. Das Amtsgericht hatte dem niederländischen Strom- und Gaskonzern Essent verboten, 50 Prozent seiner Anteile am Atomkraftwerk Borssele an private Eigentümer zu verkaufen.



Kraftwerkskauf durch RWE gestoppt

Kraftwerkskauf durch RWE gestoppt

RWE hofft weiter



Nach Unternehmensangaben hofft der deutsche Energiekonzern RWE trotz der Entscheidung des Obersten Gerichts der Niederlande vom Freitag weiter, dass die endgültige Entscheidung in dem derzeit noch laufenden Hauptsacheverfahren anders als die vorläufige Unterbindung ausfallen wird. Im Jahr 2009 war eine vorläufige Genehmigung der Übernahmen des niederländischen Konzerns Essent durch RWE erfolgt. Allerdings waren daran Bedingungen geknüpft. Die Entscheidende Bedingung an den Verkauf war, dass das Atomkraftwerk Borssele, gelegen in der Provinz Seeland, in öffentlicher Hand verbleibe. Gegen den Verkauf hatte der öffentliche Stromversorger Delta geklagt. Dieser hält die andere Hälfte der Borssele-Beteiligungen. In der Begründung der Klage machte Delta deutlich, dass das einzige niederländische Atomkraftwerk in der Hand des Staates verbleiben müsse. Nach Maßgabe eines früheren Richterspruches wurde die 50-Prozent-Beteilgung von Essent in eine andere Gesellschaft ausgegliedert. Dies führte zu einer Reduzierung des Kaufpreises für Essent von ursprünglich 950 Millionen auf 8,3 Milliarden Euro verringert.


RWE drängte 2009 auf niederländischen Markt



Das Hauptverfahren, in welchem eine Grundsatzentscheidung gefällt werden soll, ob die Borssele-Anteile veräußert und somit übertragen werden können, steht am Anfang. Eine Sprecherin des RWE-Konzerns zeigte sich hingegen optimistisch, dass man dem Konzern erlauben werde, die 50-Beteiligung zu erwerben. Sie merkte des Weiteren an, dass RWE ein guter Partner für Delta und Essent sein könne. Bereits im vergangenen Jahr hatte RWE, abgesehen von der Borssele-Beteiligung, die Übernahme des niederländischen Konkurrenten abgewickelt. RWE übernahm im September 2009 100 Prozent der Anteile des niederländischen Unternehmens. Lediglich die Borssele-Anteile standen aus. Somit schaffte der deutsche Konzern im vergangenen Jahr den Schritt zu einem der führenden Energieversorger in der Benlux-Region.







Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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