Milliardeninvestitionen in Stromnetz notwendig

22.1.2011 | Redaktion: Patricia vom Merk
Die Deutsche Energieagentur (dena) hat sich kürzlich mit der Photovoltaikbranche darauf geeinigt, die Förderungen zu kürzen. Nun drängt die dena darauf, generell über die Zuschüsse zu den alternativen Energien nachzudenken. Gegenüber der ‚neuen Osnabrücker Zeitung‘ (Freitagsausgabe) sagte Stephan Kohler, Geschäftsführer der dena, dass die EEG- Umlage keinen Sinn mehr mache, sobald die Produktionskosten bei Strom aus erneuerbaren Energien mit den Kosten bei der Erzeugung von konventionellem Strom konkurrenzfähig seien.
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Milliardeninvestitionen in Stromnetz notwendig

Milliardeninvestitionen in Stromnetz notwendig

EEG-Umlage wird zukünftig sinnlos



Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energieagentur, betont, dass die EEG-Umlage sinnlos werde, sobald die Produktionskosten für Strom aus erneuerbaren Energien mit den Kosten für konventionellen Strom konkurrenzfähig werden. Nach Prognosen der Hersteller von Solaranlagen könnte diese Situation bereits 2015 eintreten. Für das laufende Jahr wurde die EEG-Umlage auf 3,5 Cent je Kilowattstunde erhöht. Er betont zudem, dass für die Förderung der erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren Investitionen in Milliardenhöhe erforderlich wären, die in das deutsche Stromnetz fließen müssten. Allein für die Höchstspannungsebene sei bis 2020 mit einem Investitionsbedarf von rund 25 Milliarden Euro zu rechnen. Mit Hilfe des Höchstspannungsnetzes wird der Strom von den Kraftwerken über große Entfernungen zu den Verbrauchern transportiert. Die Investitionen müssten für den Netzausbau sowie für neue Speicheranlagen erfolgen. Diese Kosten werden jedoch um die Kosten für die Nieder- und die Mittelspannungsebene erweitert. Diese Kosten fallen auf die Stromkunden zurück, so Kohler. Lediglich mit Hilfe der Investitionen sei es möglich, den Ökostrom-Anteil in Deutschland bis 2020 auf 40 Prozent zu steigern.

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