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Längeres Aus für Krümmel und Brunsbüttel

Nachricht vom 19.1.2011
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Berlin – Anders als bislang geplant werden die beiden Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel vorerst weiter stillstehen. Derzeit verhandeln E.ON und Vattenfall, die beide an den AKW beteiligt sind, über die Betriebsführerschaft. Tuomo Hatakka, Chef der Vattenfall-Deutschlandsparte, erklärte: "Das AKW Krümmel wird während der Gespräche mit E.ON nicht wieder ans Netz gehen."



Längeres Aus für Krümmel und Brunsbüttel

Längeres Aus für Krümmel und Brunsbüttel

Verhandlungen laufen



Ursprünglich sollte Krümmel im ersten Quartal 2011 wieder in Betrieb genommen werden. Beide Konzerne sind jeweils zur Hälfte am Meiler beteiligt. Laut Hatakka sollen die Gespräche spätestens zur Jahresmitte abgeschlossen sein. Schon bei Bekanntgabe der Gespräche hatte ein E.ON-Sprecher von möglichen Veränderungen in der Eigentümerstruktur gesprochen. Am Rande der vom „Handelsblatt“ veranstalteten Jahrestagung Energiewirtschaft 2011 stellte Hatakka jedoch klar, dass Vattenfall „mit Sicherheit Anteilseigner an beiden Reaktoren bleiben“ werde.

Als im Dezember die Verhandlungen um Brunsbüttel bekannt wurden, war auch schon klar, dass das Wideranfahren erst für das zweite Halbjahr vorgesehen ist. Derzeit steht die generelle Inbetriebnahme aber noch nicht fest. Wie Hatakka bekannt gab, solle die Wirtschaftlichkeit der Anlage genauestens geprüft werden. Vattenfall hält zwei Drittel der Anteile an Brunsbüttel, der Rest entfällt auf E.ON.

Im Zuge der Laufzeitverlängerung der deutschen Kernkraftwerke waren dem älteren Brunsbüttel weitere acht Jahre zugestanden worden. Das jüngere Krümmel darf dagegen sogar für weitere 14 Jahre laufen. Zusätzlich fällt ab diesem Jahr - bis 2016 - die neue eingeführte Brennelementesteuer an. Hatakka ist sich jedoch sicher, dass der Reaktor trotzdem profitabel betrieben werden kann.


Keine Sorge um Kohlekraftwerk und Konzession



Bezüglich des geplanten Kohlekraftwerks Hamburg-Moorburg zeigte sich der Chef der Vattenfall-Deutschlandsparte optimistisch. Auch bei einem Regierungswechsel werde es sicher realisiert werden können. Wegen eines Streits um Umweltauflagen war der Bau des geplanten Kraftwerks, welches bereits 2011 ans Netz gehen sollte, auf 2012 verschoben worden. Hatakka sagte: "Moorburg wird in der zweiten Jahreshälfte 2012 ans Netz gehen"

Am 20. Februar gibt es in Hamburg Neuwahlen, bei denen laut aktuellen Umfragen SPD und Grüne als Sieger hervor gehen könnten. Offiziell bereitet Hatakka der bevorstehende politische Wandel in Bezug auf die 2014 auslaufende Strom-Konzession der Hansestadt keine Sorge. Seiner Meinung nach, wird Vattenfall Netzbetreiber in Hamburg bleibe. Allerdings hat die Hansestadt 2009 ein neues Stadtwerk gegründet, da sie die Energieversorgung wieder selbst übernehmen will.







Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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