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Laufzeitverlängerung schränkt Wettbewerb ein

Nachricht vom 15.1.2011
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Nach Angaben des Bundeskartellamts schränkt die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke den Wettbewerb auf dem Strommarkt ein. Unter Umständen könnte sie sogar einen Anstieg der Strompreise bewirken. In einer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung der Wettbewerbsbehörde heißt es, dass die verlängerten Laufzeiten „die Marktstärke der vier großen Erzeuger" zementieren. Weiterhin bescheinigt die Behörde den Energiekonzernen RWE, E.ON, Vattenfall und wahrscheinlich auch EnBW eine zu große Marktmacht.



Laufzeitverlängerung schränkt Wettbewerb ein

Laufzeitverlängerung schränkt Wettbewerb ein

Das Kartellamt erklärte, dass knapp ein Viertel der Anteile am deutschen Strommarkt neu vergeben hätten werden können, wenn es beim Atomausstieg der ehemaligen rot-grünen Bundesregierung geblieben wäre. Die Laufzeitverlängerung habe nun zumindest eine deutliche Verzögerung des Wettbewerbs herbeigeführt. Dadurch böte sich den Konzernen ein Anreiz zur Preiserhöhung.


Negative Auswirkungen



Nach Ansicht der Wettbewerbshüter dürfte auch die von der Regierung beschlossene Brennelementesteuer zu einer „spürbaren Erhöhung“ der Preise führen. Ein weiterer Faktor, der die Preise in die Höhe treiben könnte, ist die Art und Weise der Laufzeitverlängerung: die Energieversorger erhalten höhere Reststrom-Mengen für ihre Atomkraftwerke.


Positive Preisentwicklung



Prinzipiell dürften sich die verlängerten Laufzeiten jedoch dämpfend auf die Strompreise auswirken, da die Atommeiler nicht so schnell ersetzt werden müssen. Da die meisten Atomkraftwerke bereits abgeschrieben seien, könnten sie besonders günstig Strom produzieren, so das Argument der Atomindustrie. Auch die Preise für Verschmutzungsrechte im Emissionshandel dürften dank der verlängerten Laufzeiten günstiger bleiben, was wiederum die Kosten für Strom aus Kohlekraftwerken senkt.






Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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