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Studie zum Atomausstieg angezweifelt

Nachricht vom 19.4.2009
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Das Bundesumweltministerium bezweifelt den Wahrheitsgehalt der Studie zum Thema Atomausstieg, die kürzlich durch den Unternehmensberater Accenture vorgenommen worden war. Das „Handelsblatt“ hatte sich auf diese Studie berufen, die laut eines Sprechers des Ministeriums weder repräsentativ noch neutral sei.



Das Bundesumweltministerium sieht bei den Verbrauchern keinen Stimmungsumschwung gegen den geplanten Atomausstieg. Accenture berate die 500 größten Energieanbieter des Landes und könne damit nicht unabhängig sein. Der Umfrage zufolge sind 56 Prozent der Befragten für längere Laufzeiten der Atomanlagen, und 50 Prozent würden gar einen Ausbau der Kernenergie befürworten. Bei dieser weltweiten Befragung mit 10 000 Teilnehmern wurden allerdings gerade einmal 500 Deutsche miteinbezogen worden, und die Umfrage sei entsprechend der Interessen der Partnerunternehmen von Accenture aufgebaut worden.
 
Demnach erwarten die Befragten einen hohen Sicherheitsstandard, preiswerten Strom aus Kernkraft sowie effektive Wege, den Atommüll zu entsorgen. Der Sprecher des Bundesumweltministeriums sieht in dieser Studie ein „absurdes Umfragespiel zur Atomkraft“ mit vorhersehbaren Resultaten. Die Gesellschaft für Konsumforschung(GfK) hatte kürzlich eine Umfrage zur Kernkraft mit 1025 Teilnehmern durchgeführt und war zu einem komplett anderen Ergebnis gekommen. Danach wollten knapp 30 Prozent die Laufzeit der Kraftwerke verlängern während 53,2 Prozent den Atomausstieg klar befürworteten.







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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