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Brüderle fordert mehr Internet in der Energie

Nachricht vom 12.1.2011
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Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) fordert angesichts der Herausforderungen, die die zunehmend dezentrale Stromproduktion mit sich führt, ein „Internet der Energie“. Er erläuterte am Dienstag auf dem zweiten „E-Energy-Kongress“ in Berlin: "Mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien können wir die Akteure vernetzen." Damit das Energie-Internet aber nicht zu einem Intranet verkomme, müsste der Prozess auf ganz Europa ausgeweitet werden.



Brüderle fordert mehr Internet in der Energie

Brüderle fordert mehr Internet in der Energie

Auf dem Kongress wird branchenübergreifend über das Thema intelligente, computergesteuerte Netze beraten. Mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik habe man dafür genau den richtigen Partner für Datenschutz gefunden, betonte Brüderle. Neben der stärkeren Vernetzung zwischen Strom- und Informationswirtschaft sei aber auch der Bau neuer Netze von 3.600 Kilometern Länge und der Umbau bestehender Stromnetze wichtig, erklärte er weiter.


Tests in Modellregionen



In Sachen Energieeinsparung wird aktuell in sechs Modellregionen getestet, wie sich eine schwankende Stromproduktion und ein je nach Tageszeit unterschiedlicher Stromverbrauch durch Computersteuerung aufeinander abstimmen lassen. So können beispielsweise in Cuxhaven ihren selbst produzierten Strom automatisch ins Netz einspeisen. Außerdem können Abnehmer sehen, wann der Strom am günstigsten ist. Ein energieintensives Kühlhaus könnt dann nachts, wenn der Strom preiswert ist, besonders viel Energie kaufen.


Schlüsselrolle der intelligenten Netze



Nach Angaben von Werner Schnappauf, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), seien revolutionäre Entwicklungen zu bewältigen. Er betonte vor allem: "Durch den Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien können bis zum Jahr 2020 weltweit 15 Prozent aller CO2-Emissionen und 600 Milliarden Euro Energiekosten eingespart werden."

Die intelligenten Netze hätten eine Schlüsselrolle beim geplanten Umbau des Energiesystems auf eine fast vollständige Versorgung mit erneuerbaren Energien inne, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Hildegard Müller. Auch sie betonte die Notwendigkeit des Aus- und Umbaus der Verteilernetze. Laut Müller würden dafür bis 2030 Kosten von bis zu 25 Milliarden Euro anfallen.






Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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