Grüne: Drewag führt Kunden hinters Licht

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Dresden – In Zusammenhang mit der Erhöhung der Strompreise würde die Drewag ihre Kunden täuschen, kritisierte der Grünen-Landtagsabgeordnete Johannes Lichdi am Montag den Chef der Drewag, Reiner Zieschank. Die Verteuerung von durchschnittlich fünf Prozent würde sich durch die Erhöhung der EEG-Umlage ergeben, erklärte der Zieschank in einem Interview mit der „Dresdner Neue Nachrichten“ (DNN).
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Grüne: Drewag führt Kunden hinters Licht

Grüne: Drewag führt Kunden hinters Licht

Beschaffungskosten gesunken



Lichdi erklärte, dass die EEG-Umlage zwar inklusive Mehrwertsteuer um 1,75 Cent je Kilowattstunde gestiegen sei, aber im Gegenzug die Beschaffungskosten sehr viel stärker gesunken seien. Hauptgrund für den Preisanstieg seien mangelnde Transparenz und fehlender Wettbewerb. Somit führe der Energieversorger seine Kunden hinters Licht.


Laut einer aktuellen Studie der Grünen-Bundestagsfraktion in Berlin hätten die teureren konventionellen Kraftwerke durch die erneuerbaren Energien seltener hochgefahren werden müssen. Dadurch konnten 2008 allen mehr als drei Milliarden Euro eingespart werden. Auch das Gutachten des Energiewirtschaftlers Gunnar Harms kommt zu dem Schluss, dass „die stark gesunkenen Strompreise auf der Großhandelsebene sowie die geringeren Brennstoffkosten nicht an die Haushalte weitergegeben“ wurden. Die Preiserhöhungen wären absolut unnötig, denn bundesweit zahlten die Verbraucher rund 2 Milliarden Euro zu viel an die Stromversorger. Seit 2006 hätten sich die Gewinnmargen fast verdreifacht.

Kritik zurückgewiesen


Auf Anfrage wies Zieschank am Abend die Kritik von Lichdi zurück. Im Hinblick auf die genannten Zahlen sprach er von einer „Mischobstkiste“. Er erläuterte: "Insgesamt kommen wir bei der EEG-Umlage mit Steuern auf etwa vier Cent, die wir unseren Kunden ab 2011 als Inkasso-Unternehmen abverlangen müssen und die nicht bei uns bleiben.“ Die Strompreise an der Börse liegen derzeit zwischen fünf und sieben Cent, damit ist die Förderung der erneuerbaren Energien schon fast so hoch wie der Preis für normalen Strom.


Nur etwa ein Viertel der Gebühren würde die Drewag behalten, so Zieschank. Der Rest sei für Produktionskosten und Abgaben. "Die Grünen lassen leider im Raum stehen, wie dieses kleine Stück des ganzen Kuchens Steigerungen aus dem Hut ausgleichen soll. Um das zu erreichen, müssten wir beim Stromeinkauf mehr als die Hälfte sparen", so der Drewag-Chef. Seit 1. Januar kostet der Arbeitspreis für den Tarif „Dresdner Strom privat“ nicht mehr 20,91 Cent sondern 21,86 Cent je Kilowattstunde.

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