Aufklärung um Gasvorkommen in Gorleben gefordert

3.1.2011 | Redaktion: Gerhard Solter
Hannover – Bezugnehmend auf Berichte, nach denen Öl- und Gasfunde eine Eignung des Gorlebener Salzstock als Endlager infrage stellen würden, fordert nun die niedersächsische Grünen-Fraktion die vollständige Aufklärung der Vorkommen. Grünen-Landtagsfraktionschef Stefan Wenzel betonte vergangenen Freitag, dass die Landesregierung alle Ergebnisse von früheren Bohrungen und Untersuchungen im Wendland und näherer Umgebung veröffentlichen müsse.
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Wenzel forderte weiter, dass Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) unverzügliche alle Gorleben-Akten ins Internet stellen sollten. So könnten auch unabhängige Experten die Unterlagen auswerten. Heftige Kritik übte er auch am Bundesumweltministerium in Berlin. Dort werde eine Anfrage der Grünen zu den Gas- und Ölvorkommen in Gorleben schon seit zehn Wochen nicht beantwortet. Wenzel fand klare Worte: wenn Sander ein „gläsernes Bergwerk“ in Gorleben will, dann dürfe es auch keine Geheimniskrämerei mehr geben.

Vorkommen bereits in der DDR



Es ist absolut klar, dass es bereits zu DDR-Zeiten einen schweren Unfall im östlichen Teil des Salzstocks Gorleben bei Lenzen gegeben hat. Damals hatte sich das aus einem Bohrloch entweichende Gas entzündet und zu einer Explosion geführt. Bei Salzwedel sei zudem in den 70er Jahren das größte europäische Gasvorkommen entdeckt worden. Die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg behauptet schon seit längerem, „dass Gorleben als Standort für ein Atommüllendlager aufgegeben werden muss". Die Berichte über die Vorkommen stützen diese Aussage nun.

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