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kostenlose Stromwechsel HotlineStromnetz: Keine Einigung bzgl. Ausbau
Nachricht vom 22.12.2010Im Jahr 2011 soll eine Offensive im Netzausbau gestartet werden, da schon jetzt in einigen Gebieten die Netze an ihre Grenzen gerieten. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) erklärte, dass gerade in ostdeutschen Ländern wie Sachsen-Anhalt die Leitungen wegen der dünnen Besiedelung eher schwach sind. Der Ausbau der Windparks schreite aber immer weiter voran, sodass an stürmischen Tagen oft die Grenze der Netzstabilität erreicht würde.
Stromnetz: Keine Einigung bzgl. Ausbau
Netzbedarf zu hoch ermittelt
In der im November vorgelegten Netzstudie 2 der Deutschen Energie-Agentur dena heißt es, dass bis 2020 rund 3.600 Kilometer neue Hochspannungsleitungen gebaut werden müssen – darauf stützt sich die Planung des Netzausbaus in den folgenden Jahren. Inklusive der Anbindung an die Nordsee-Windparks würden die Kosten 10 Milliarden Euro betragen. Umweltverbände sind sich jedoch einig, dass man den Bedarf mit intelligenten Lösungen verringern kann. Sie schlagen mehr Energiespeicher und die Ertüchtigung der bestehenden Netze vor.
Viele Bürgerinitiativen wehren sich jedoch gegen die riesigen Strommasten. Sie würden das Landschaftsbild verschandeln und wären außerdem gesundheitsschädigend, erläutern Kritiker. Als Alternative verlangen sie eine Erdverlegung, die laut den aber viel zu teuer und unattraktiv ist. Sie rechnete vor, dass die Erdverlegung mit bis zu 29 Milliarden Euro zu Buche schlagen würde. Die Bürgerinitiativen halten aber dagegen. Durch die geringeren Übertragungsverluste würden sich die Mehrkosten bei Erdkabelleitungen schon nach 18 bis 20 Jahren amortisieren. Außerdem müssten nur eine 30 statt 200 Meter breite Schneise gerodet werden.
„Mehrkosten zahlt der Verbraucher“
Erdkabel seien je nach Technik und Bodenbeschaffenheit drei- bis fünfmal so teuer wie Überlandleitungen, zudem störanfälliger und Reparaturen dauerten viel länger. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) kommentierte: „Diese Mehrkosten tragen letztlich die Stromverbraucher."
Allen Warnungen zum Trotz ist das deutsche Stromnetz europaweit eines der stabilsten. Die Stromausfälle liegen mit 18 Minuten jährlich deutlich unter denen Frankreichs (51 Minuten) und Großbritanniens (61 Minuten), so die Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft.
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Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk
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