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Gasvorkommen in Gorleben sind ein K.O.-Kriterium

Nachricht vom 22.12.2010
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Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) erklärte dem „Stern“, dass der Salzstock Gorleben auf Grund seiner Gasvorkommen möglicherweise nicht mehr als Endlager in Frage komme. Sollten kritische Mengen Gas gefunden werden, wäre das das Aus für Gorleben. Daher würde König nun mit höchster Dringlichkeit klären lassen, wie hoch das Gasvorkommen im Salzstock sei, so das Magazin in einer Vorabmeldung vom Dienstag.



Gasvorkommen in Gorleben sind ein K.O.-Kriterium

Gasvorkommen in Gorleben sind ein K.O.-Kriterium

Die Thematik Kohlenwasserstoff- und Gasvorkommen in Gorleben sei nicht neu, erklärte BfS-Sprecher Florian Emrich auf dapd-Anfrage. König habe aber anlässlich des Besuchs von Bundesumweltminister Röttgen am 2. Dezember in Gorleben das Thema wieder in Erinnerung gebracht. Die Fakten müssten für eine spätere Sicherheitsbewertung von Gorleben geprüft werden, ebenso wie mögliche Anhydrit-Vorkommen und das fehlende Deckengebirge.


Gasvorkommen schon lange bekannt



Greenpeace hatte bereits Anfang November auf diese Thematik hingewiesen. Im ehemaligen DDR-Teil des Salzstocks Gorleben-Rambow war 1969in 3.400 Metern Tiefe das so genannte Zechgas angebohrt worden, was eine schwere Explosion über Tage zur Folge hatte.

Schon 1977 wusste die niedersächsische Landesregierung, dass sich „mit großer Wahrscheinlichkeit“ Gas unter dem Salzstock befindet, berichtet das Magazin. Man habe einem behördeninternen Bericht entnommen, dass beim Bau eines Schachts für das Erkundungsbergwerk mehrmals Gas ausgetreten sei. Die Bohrung musste auf Grund der Heftigkeit dieser „Kicks“ gestoppt werden.


Untersuchungen wieder aufgenommen



Durch die Berichte über die Gasvorkommen sieht sich die Bürgerinitiative Lüchow-Danneberg in ihrer Auffassung bestätigt, dass Gorleben nicht als Endlager geeignet ist. Schon seit den 70er Jahren wird der Salzstock im Kreis Lüchow-Danneberg untersucht. Nachdem unter Rot-Grün ein Stopp erwirkt wurde, beschloss die schwarz-gelbe Regierung zehn Jahre später, zum 1. Oktober dieses Jahres, die Arbeiten wieder aufzunehmen.







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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