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Kabinett genehmigt CO2-Speicherung

Nachricht vom 7.4.2009
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Kohlendioxid soll künftig unterirdisch gespeichert werden, damit Kohlekraftwerke umweltfreundlicher werden. Das Umwelt-und das Wirtschaftsministerium hatten heftig darüber debattiert, jetzt hat das Bundeskabinett die unterirdische CO2-Speicherung gesetzlich genehmigt, damit es bei der Bundestagswahl verabschiedet werden kann.



Der Strom soll aber Umweltminister Sigmar Gabriel(SPD) zufolge ungeachtet der neuen Regeln zur CO2-Einlagerung in tiefe Gesteinsschichten für den Verbraucher nicht teurer werden. Wirtschaftsminister Karl- Theodor zu Guttenberg(CSU) bestätigte dieses Statement Gabriels. Die Strompreise hängen maßgeblich vom Börsenpreis für CO2-Emissionen ab. Das Gesetz bildet die Basis für drei industrielle Modellprojekte in Deutschland. Demnach soll das umweltschädliche Kohlendioxid aus den Kohlekraftwerken abgespalten und in Endlagern aufbewahrt werden.
 
Die Energieversorger E.ON, Vattenfall und RWE lassen in Wilhelmshaven(Niedersachsen), Jänschwalde(Brandenburg) und Hürth(Nordrhein-Westfalen) entsprechende Kraftwerke mit einer Kapazität von 400 bis 450 Megawatt bauen. Insgesamt sind zwölf dieser Pilotprojekte in ganz Europa geplant. Die örtlichen Behörden werden im Namen der Länder die Anlagen auf ihre Sicherheit untersuchen. Nach seiner Abspaltung soll das Kohlendioxid dann in tiefen Gesteinsschichten gelagert werden, es ist allerdings noch zu prüfen ob sich das wirtschaftlich rentiert.
 
Eine kommerzielle Nutzung sieht Gabriel erst ab Ende des nächsten Jahrzehnts, aber die unterirdische Einlagerung des CO2 soll helfen, den Ausstoß der deutschen Kohlekraftwerke von rund 350 Millionen Tonnen pro Jahr stark zu senken. Jedes EU-Land muss sich an eine zulässige Höchstgrenze für den Kohlendioxid-Ausstoß halten, und je höher ein Kraftwerk, desto teurer die Emissionszertifikate. Nach 40 Jahren wird ein Kraftwerk in der Regel stillgelegt, wobei die Betreiber noch einmal 30 Jahre dafür haften.
 
Erst dann übernehmen die unterirdischen CO2-Speicher laut Gabriel die Haftung für eventuelle Sicherheits-oder Lagerprobleme. Die Betreiber der neuen Kraftwerke müssen für das ausgestoßene CO2 in einen Kapitalfonds gegen spätere Risiken einzahlen. Brüssel stellt für die EU-Länder sechs bis zehn Milliarden Euro für die CO2-Technologie bereit. Allerdings gibt es auch negative Stimmen vonseiten der Naturschutzorganisationen BUND und Deutsche Umwelthilfe, da die Technik nicht zu 100 Prozent sicher sein und den Ausbau der erneuerbaren Energien behindere. Dann müsse die Öffentlichkeit für entstehende Schäden haften. Die Industrieverbände fordern hingegen die schnelle Verabschiedung des Gesetzes.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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Hinrichs, Theo( vom 10.06.2009 )

Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich daran denke, dass die Pilotprojekte für die Einlagerung von CO2 unter der Aufsicht des Landesamtes für Bergbau, Energie und Rohstoffe (Aufsicht in Asse und in Gorleben)durchgeführt werden sollen. Werden die Aussagen für die Sicherheit und nicht gegebene Gefährdung der Anlagen die gleiche Halbwertzeit haben wie in Asse? Ich befürchte, dass das \"Widerstandspotenzial Mensch\" nicht ausreicht, um diese fragwürdige Technologie umzusetzen.

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