RWE will neues Braunkohle-Kraftwerk bauen

9.12.2010 | Redaktion: Patricia vom Merk
Der Vorstandsvorsitzende der Stromerzeugungssparte Power, Johannes Lambertz, teilte am Mittwoch mit, dass RWE im Rheinischen Revier ein neues Braunkohle-Kraftwerk bauen will. Die Anlage am Standort Niederaußem soll bis zu 2.000 Megawatt erzeugen.
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RWE will neues Braunkohle-Kraftwerk bauen

RWE will neues Braunkohle-Kraftwerk bauen

Das Genehmigungsverfahren soll im nächsten Jahr eingeleitet werden. Allerdings ist mit einer Entscheidung erst in zwei bis drei Jahren zu rechnen, betonte Lambertz. Erst wenn eine „nicht mehr beklagbare“ Genehmigung vorliege, würde diese erteilt.

CCS-Projekt gestoppt


I
m Gegenzug stoppte der Essener Energiekonzern die Planungen für den Bau eines CCS-Testkraftwerkes in Hürth wegen der unsicheren Rechtslage. Lambertz bestätigte, dass das Projekt mittlerweile auf Eis liege. Mit der als "Carbon Capture and Storage" (CCS) bezeichneten Technologie will man die Stromerzeugung aus Kohle sauberer machen. Dazu fehlt in Deutschland aber bislang der gesetzliche Rahmen.

Da RWE in Schleswig-Holstein mit einem solchen Projekt gescheitert war, wurden auch die Planungsmaßnahmen in Hürth gestoppt, so Lambertz. Die gesamte Ingenieursarbeit wurde dokumentiert, sodass das Projekt jeder Zeit wieder aufgenommen werden kann.

Braunkohle sichert Jobs



Nach einer Studie des Forschungsinstituts EEFA, die von RWE Power in Auftrag gegeben wurde, sichert die rheinische Braunkohlenindustrie bundesweit rund 42.000 Arbeitsplätze. So hängen allein in Nordrhein-Westfalen knapp 34.000 Jobs direkt und indirekt an der Gewinnung und Nutzung der Braunkohle.

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