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kostenlose Stromwechsel HotlineEnBW-Anteile gehen an Baden-Württemberg
Nachricht vom 7.12.2010Wie die Staatskanzlei mitteilte, erwirbt das Land Baden-Württemberg die 45 Prozent umfassenden Anteile des staatlich kontrollierten französischen Versorgers Electricite de France SA (EDF) am drittgrößten deutschen Stromversorger EnBW. Um die Transaktion zu besiegeln, hätten am Montagvormittag das Kabinett der Landesregierung in Stuttgart, sowie der Verwaltungsrat der EDF in Paris getagt.
EnBW-Anteile gehen an Baden-Württemberg
Verkauf an der Börse geplant
EDF plante für 2011 den Verkauf seiner EnBW-Anteile. Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) erklärte, man habe auf die Ende 2011 auslaufende Aktionärsvereinbarung zwischen den beiden Großaktionären OEW Energie-Beteiligungs GmbH und der EDF reagiert, um eine Unsicherheit zu vermeiden. Es wäre schlicht und einfach dumm gewesen, die Gestaltungsmöglichkeit auszulassen", sagte Justizminister Ulrich Goll (FDP). Allerdings sei es seiner Partei wichtig gewesen, dass es sich dabei um ein vorübergehendes Engagement handelt. Darüber sei sich die FDP auch einig gewesen.
Man plant einen großen Teil der Aktien mittelfristig an die Börse zu bringen und aus EnBW einen DAX-Konzern zu machen, erläuterte Mappus. Dabei wolle man weder in das operative Geschehen eingreifen, noch plane Mappus einen Sitz im Aufsichtsrat des Unternehmens einzunehmen. Sein Einsatz habe außerdem nichts mit seiner Entscheidung für die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke zu tun. Für die Umsetzung der Ziele habe man auch den restlichen Anteilseignern angeboten deren Anteile für 41,50 Euro je Aktie zu übernehmen. Der Kernaktionär Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW), der45,01 Prozent der Anteile hält, wies das Angebot jedoch ab. Damit bleibt OEW auch weiterhin größter EnBW-Eigner.
Der Ankauf wird über eine „Baden-Württemberger-Anleihe“ und eine eigens vom Land gegründete Gesellschaft mit dem Namen Neckarpri GmbH finanziert - er belastet in keiner Weise den Landeshaushalt. Da die Zinskosten voraussichtlich unter den Dividendenzahlungen von EnBW liegen werden, ist sogar mit einem jährlichen Mehrwert zu rechnen, der der Landeskasse zu Gute kommen wird. Der Ministerpräsident war zuversichtlich, dass die Kartellbehörde keinerlei Einwände erheben werde. So könnte Baden-Württemberg innerhalb der nächsten vier Wochen rechtlicher Eigentümer der Aktien werden.
Reaktion auf die Übernahme
Die Landtagsfraktionen der SPD und der Grünen wollen jedoch, dass Teile der Aktien Kommunen und Stadtwerken zum Kauf angeboten werden. So könne man auch die Atompolitik des Konzerns korrigieren. SPD-Parteichef und Fraktionsvize Nils Schmid sagte über den geplanten Börsenverkauf: "Wir werden die Aktien dieses überaus wichtigen Unternehmens nicht den Heuschrecken zum Fraß vorwerfen.“ Dem schloss sich auch ver.di an.
Wie der EnBW-Vorstandsvorsitzende Hans-Peter Villis erklärte, sei man über die Übernahme sehr erfreut. Baden-Württemberg sei bis Februar 2001 bereits an EnBW beteiligt gewesen und habe wesentlich zur positiven Entwicklung des Konzerns beigetragen. Zudem hoffe man die Partnerschaft mit EDF in anderer Form fortführen zu können. Die EnBW-Aktie legte bis zum gestrigen Mittag um 17 Prozent zu und notierte auf 41 Euro.
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Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom
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