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Röttgen untersagt Castor Transport nach Russland

Nachricht vom 7.12.2010
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Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) untersagte am gestrigen Montag in Bonn den umstrittenen Atommülltransport aus dem westfälischen Zwischenlager nach Russland. Ursprünglich sollten 951 Brennelemente, die aus dem ehemaligen DDR-Forschungszentrum in Rossendorf bei Dresden stammten, in die Wiederaufbereitungsanlage nach Majak gebracht werden.



Röttgen untersagt Castor Transport nach Russland

Röttgen untersagt Castor Transport nach Russland

Schadlose Lagerung nicht sicher



Röttgen begründete seine Entscheidung mit der Erläuterung, dass das russische Atomkombinat Majak eine militärische Anlage sei. Da obendrein die Wiederaufbereitungsanalage noch nicht in Betrieb sei, könne man grundsätzlich nicht von einer schadlosen Verwertung der Brennelemente ausgehen. Seine Entscheidung sei „zunächst endgültig“, erklärte der Bundesumweltminister. Mit einer ausweichenden Antwort reagierte er auf die Frage, ob ein Transport zu einem späteren Zeitpunkt möglich wäre. Seiner Meinung nach werde es bis zu einer Entscheidung "wohl Jahre dauern können".

Im Jahr 2005 waren die 951 Brennelemente aus dem Forschungsreaktor in Rossendorf in das Zwischenlager nach Ahaus gebracht worden. Interveniert durch Sachsen, sollten sie nun nach Majak transportiert werden, da sie ursprünglich aus der Sowjetunion stammten. Man bezog sich dabei auf den zwischen der USA, Russland und der Internationalen Atomenergiebehörde geschlossenen Vertrag zum Rücktransport von Brennelementen aus Forschungsreaktoren, die von der Sowjetunion bestückt worden waren.


BfS hatte Genehmigung schon erteilt



Der Transport der Castoren war vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bereits genehmigt worden. Für die Ausfuhr ist jedoch das Bundesamt für Ausfuhr und Wirtschaftskontrolle zuständig. Es hatte die dafür erforderliche Erlaubnis beim Bundesumweltministerium beantragt.

Nach Informationen des Bundesumweltministeriums bleibt der radioaktive Abfall vorerst im westfälischen Zwischenlager in Ahaus. Wie ein Ministeriumssprecher am Montag in Berlin mitteilte, hätte der Atommüll dafür eine Genehmigung. Die Genehmigung beläuft sich auf 40 Jahre, wie bei generell bei allen Zwischenlagern.







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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