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Offenlegung der Atommüll-Verträge gefordert

Nachricht vom 20.11.2010
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Berlin – Greenpeace fordert Sachsen und Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) auf, die Verträge zum geplanten Atommüll-Transport nach Russland offenzulegen. Greenpeace-Atomexperte Tobias Münchmeyer sagte am Donnerstag: "Wir haben die Nase voll von Geheimverträgen zu Atomfragen. Atommüll in ein Land zu schicken, das radioaktive Abfälle einfach unter die Erde pumpt, ist wahnwitzig.“ Weiter sagte er, dass kein anderes Land der Erde so arglos mit Atommüll umginge.



Offenlegung der Atommüll-Verträge gefordert

Offenlegung der Atommüll-Verträge gefordert

Sächsischer Atommüll soll nach Majak



Im Jahr 2005 wurden die 18 Castor-Behälter mit 951 Brennelementen aus der DDR-Forschungseinrichtung Rossendorf in das Zwischenlager Ahaus, im Münsterland, gebracht. Da das atomare Material aus der damaligen Sowjetunion stammte, sollen die Behälter auf Interventionen Sachsens nun in die russische Wiederaufbereitungsanlage Majak transportiert werden. Sachsen zahlt für den Transport 35 Millionen Euro. Zuletzt war 2007 in Majak Radioaktivität freigesetzt worden. Die Gegend zählt neben Tschernobyl zu den radioaktiv verstrahltesten der Welt.

Das Bundesamt für Ausfuhr und Wirtschaftskontrolle (BaFa) ist für die Ausfuhr der Behälter zuständig. Die Genehmigung muss allerdings das Bundesumweltministerium erteilen. Hier betonte man, zunächst die Bedingungen vor Ort zu kontrollieren, bevor man eine Entscheidung träfe. Aus Sicherheitsgründen müsste der Transport wohl per Schiff erfolgen. Hamburg und Bremen teilten aber bereits mit, dass sie ihre Häfen nicht zur Verfügung stellen würden.

Atommüll wird unter die Erde gepumpt


Greenpeace betonte dass ausschließlich in Russland schon länger flüssige heiße Atomabfälle aus der Wiederaufbereitung mit Pumpen in eine Tiefe von mehr als 200 Metern „injiziert“ werden. Das russische Parlament solle nun das Verfahren mit einem Gesetz absichern. Das könnte dann auch den Atommüll aus Sachsen betreffen.

Vor der weiteren Verschmutzung der Seen und Flüsse rund um Majak durch den deutschen Atommüll warnen auch russische Umweltschützer. Der Transport würde möglicherweise gegen das deutsche Atomgesetz verstoßen, da Russland kein Endlager besitze, hieß es im ARD-Magazin „Monitor“.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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