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ASUE fordert effizienten Umgang mit Energie

Nachricht vom 19.11.2010
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Mainz/Berlin – Der primäre Energieverbrauch steigt mit dem Anziehen der deutschen Konjunktur merklich an. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanz prognostiziert für 2010 einen Anstieg von vier Prozent. Die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. (ASUE) warnt vor diesem Hintergrund vor dem Scheitern wichtiger Klimaschutzziele.



ASUE fordert effizienten Umgang mit Energie

ASUE fordert effizienten Umgang mit Energie

Weil sich am Energiemix der Anteil erneuerbarer Energien nur geringfügig geändert hat, wird auch der CO2-Ausstß um etwa vier Prozent steigen. Das verdeutlicht, dass nur der effiziente Umgang mit Energie das Erreichen der Klimaschutzziele sicherstellt.

KWK für bessere Klimabilanz



"Deshalb muss das Effizienzpotenzial der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) konsequent genutzt werden. Mit innovativen, energiesparenden Technologien wie kleinen, dezentralen KWK-Anlagen lässt sich gerade im Gebäudebereich die Klimabilanz verbessern. Immerhin werden rund 40 Prozent der Energie in Gebäuden verbraucht", erläutert ASUE Präsidiumsmitglied Hugo Wiemer, zum Auftakt des ASUE-Effizienzdialogs in Mainz.

Die im Energiekonzept angekündigten Regelungen zum Mietrecht und Wärmecontracting müssten ebenso schnell angepasst werden wie die Energieeinsparanforderungen, damit der Gebäudewärmebedarf in Deutschland wie geplant bis 2050 um 80 Prozent sinkt.



Gebäudesanierung bietet Sparpotenzial



Die Klimaschutzziele im Gebäudebereich können nur erreicht werden, wenn sich die Gebäudesanierungsrate jährlich auf zwei Prozent verdoppelt. Ein richtiger Impuls wäre der beschleunigte Austausch alter Heizungsanlagen durch moderne Technologien. So könnten deutschlandweit schnell mehr als zehn Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Hier bietet sich die Chance, mit besonders effizienten "Strom erzeugenden Heizungen" nicht nur Wärme, sondern gleichzeitig auch Strom dezentral im eigenen Haus zu produzieren.

Damit verbunden ist auch eine energiepolitische Vision: diese dezentralen KWK-Anlagen können künftig zu virtuellen Kraftwerken verbunden werden, dank intelligenter Stromnetze. Hier bietet sich eine Herausforderung für die heutige wie auch zukünftige Stromversorgungsinfrastruktur. Es werden außerdem Impulse für Investitionen in den Klimaschutz gesetzt, Arbeitsplätze in Handwerk und bei Energiedienstleistern entstehen.







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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