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kostenlose Stromwechsel HotlineWarum wird überall der Strom teuer?
Nachricht vom 17.11.2010Die meisten Stromanbieter müssen die Preise zum 1. Januar 2011 erhöhen. Alle schieben dabei die Schuld auf die erneuerbaren Energien. Doch wie genau funktioniert das überhaupt und wer hat etwas von den höheren Preisen? Irgendwohin muss das Geld ja fließen. Viele Stromanbieter-Chefs geben dazu kaum eine Erklärung ab. Anders der Geschäftsführer der Gemeindewerke in Steinhagen. Er erhöht die Preise um netto 1,48 Cent pro Kilowattstunde.
Warum wird überall der Strom teuer?
Eine einleuchtende Erklärung
In Steinhagen muss ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 3000 Kilowattstunden 4,40 Euro im Monat mehr zahlen. Die Menschen in Steinhagen sind aber nicht die einzigen, die davon betroffen sind. Der Geschäftsführer der Gemeindewerke Steinhagen, Martin Goldbeck, gab eine umfassende Erklärung dazu ab, warum die Strompreise nun für die Kunden steigen. Grund dafür sind nämlich nicht die leeren Taschen des Geschäftsführers sondern tatsächlich die Erneuerbaren Energien. Genauergesagt ihr Ausbau. Aber fangen wir einmal von Vorne an.
Der Grund für die Erhöhungen
Die Bundesregierung möchte bis 2020 achtzig Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien beziehen. Damit solche Anlagen aber auch finanziert werden können, gibt es die Umlage der Erneuerbaren-Energien-Gesetzes. Dieses Gesetz ist eine bundesweite Verordnung, welche die erneuerbaren Energien wie Solar und Wasserkraft fördern soll. Sie finanziert die erhöhte Einspeisevergütung. Das ist das Geld, welches die Investoren von Solar- oder Windkraftanlagen für Ihren produzierten Strom bekommen – 20 Jahre sicher. Nur so können sich Investitionen lohnen. Der Preis befindet sich auf der Strombörse derzeit, so Goldbeck, bei 5,5 Cent. Die Einspeisevergütung bei 32 Cent. Der entsprechende Differenzbetrag will gefördert werden.
Die Einspeisevergütung wurde aber in den vergangenen Monaten zurückeschraubt, wodurch viele Investoren noch schnell EE-Anlagen bauten. Entsprechend hoch ist nun die Umlage. Sie laut Goldbeck „drastisch“ von 2,05 Cent auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde. Die Umlage muss außerdem die Förderkosten decken. „Quersubventionen aus anderen Töpfen gibt es nicht“, erläuterte der Chef der Gemeindewerke in Westfalen. Außerdem verdiene niemand etwas an der Umlagen-Erhöhung. Diese ist aber so hoch, dass das viele Stromversorger, wie auch seine Gemeindewerke, nicht allein tragen können. Und so werden die Erhöhungen an die Kunden weitergegeben, ob sie Ökostrom beziehen, oder nicht.
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Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk
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