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kostenlose Stromwechsel HotlineProteste gegen Berliner Kraftwerk
Nachricht vom 15.11.2010Nicht genau in Berlin aber in Wustermark, was direkt westlich am Berliner Ring liegt, soll ein Gas- und Dampfkraftwerk entstehen. Von ihm soll genug Strom kommen, um damit 1,5 Millionen Haushalte zu versorgen. Doch die Bürger wollen das nicht, protestieren dagegen und werden vom Bezirk Spandau unterstützt.
Proteste gegen Berliner Kraftwerk
Umstrittenes Kraftwerk direkt neben Berlin
Die Brandenburger Gemeinde Wustermark plant ein neues Großkraftwerk direkt neben dem Berliner Ring. Das Kraftwerk von Wustermark Energie, was eine Tochter der Schweizer Projektentwickler Advanced Power AG und der Siemens Projekt Ventures ist, soll 1200 Megawatt erzeugen und so 1,5 Millionen Haushalte mit Strom versorgen. Zu der auf 16 Hektar stehenden Anlage gehören zwei Blöcke mit je 600 Megawatt Leistung. Jeder Block wird einen circa 65 Meter hohen Schornstein, ein 45 Meter hohes Kesselhaus und ein circa 30 Meter hohes Maschinenhaus besitzen. Dazu kommen dann noch Kühlanlagen und ein Verwaltungstrakt. Das Konsortium will in Wustermark ganze 640 Millionen Euro investieren. Doch die Begeisterung der Bürger hält sich in Grenzen. Die umliegenden Gemeinden wehren sich vehement gegen das neue Großprojekt. Sie fürchten den Lärm, die Luftverschmutzung der Umgebung durch den „Kraftwerksmoloch“. Das fürchtet auch der Bezirk Spandau und unterstützt die Protestierenden. Der Baubeginn ist für 2012, die Fertigstellung für 2015 angesetzt.
Kein Gaskraftwerk im GVZ Wustermark
Die Menschen, die sich nicht für das geplante Kraftwerk begeistern können, gründeten eine Bürgerinitiative, welche inzwischen aus 1470 Mitgliedern aus Wustermark und auch umliegenden Gemeinden besteht. Die Initiative nennt sich „Kein Gaskraftwerk im GVZ Wustermark“ und sorgt sich besonders wegen der Nähe zu den Menschen, so auch Mitglied Fred Arras: „Das Schlimmste ist die Nähe zu den Wohnhäusern“. Dort wohnt er selbst mit seiner Familie, gerade einmal 450 Meter von der baldigen Baustelle entfernt. Die Anlage werde die Menschen der Umgebung stark belasten. Und die Menschen sehen auch keinen Gewinn in ihr: „Wir brauchen kein Kraftwerk. Der Strom wird exportiert“
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Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom
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