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Europäischer Netzausbau kostet eine Billion Euro

Nachricht vom 11.11.2010
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Brüssel/Berlin – Auf Europa kommen für den Ausbau und die Erneuerung der Energienetzte Ausgaben in Höhe von einer Billion Euro zu. Der verantwortliche EU-Energiekommissar Günther Oettinger sagte am Mittwoch in Brüssel, dass für die Investitionen in den nächsten zehn Jahren auch die Verbraucher aufkommen müssten. Einsparungen müssten laut seiner langfristigen Strategie vor allem bei Gebäuden und im Verkehr gemacht werden. Rainer Brüderle, Bundeswirtschaftsminister, begrüßte den Vorstoß.



Europäischer Netzausbau kostet eine Billion Euro

Europäischer Netzausbau kostet eine Billion Euro

Auch Verbraucher sollen zahlen



Bei der Vorlage eines Diskussionspapiers zur zukünftigen Energiepolitik sagte Oettinger, die Energienetzte gingen alle an. "Wir müssen den Verbrauchern mitteilen, dass ein wachsender Anteil des Strompreises in Zukunft für langfristige Investments für die Infrastruktur gezahlt werden muss." Künftig müssten die Regulierer bei der Preisfestlegung auch die Rücklagenbildung der Betreiber für Netz-Investitionen berücksichtigen.


Deutschland werde bei der weiteren Formulierung der EU-Energiestrategie engagiert mitarbeiten, sagte Brüderle. Der dringend notwendige Ausbau und deren Finanzierung sei vor allem Sache der Unternehmen, erklärte er.

Kriterien für verbesserte Energieeffizienz



Im kommenden Frühjahr will Oettinger konkrete Vorschläge für eine verbesserte Energieeffizienz vorlegen. Diese sollen dann bei öffentlichen Ausschreibungen als verbindliches Kriterium gelten. Von dem Sondertreffen der EU-Staats- und Regierungschefs am 4. Februar 2011, bei dem es um die europäische Energiepolitik gehen soll, erhofft Oettinger sich einen Schub. Bis 2020 will die EU die Energieeffizienz um ein Fünftel verbessern.


Derweil besteht Oettinger auf der grenzüberschreitenden Verbindung der Strom- und Gasnetze in Europa. Die Kommission würde nötigenfalls rechtlich gegen die Staaten vorgehen, was in der Konsequenz zu einem Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof führen würde. Der EU-Energie-Binnenmarkt ist der größte der Welt, vor China, vor den USA", sagte der deutsche Kommissar.







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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