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Gewinnplus für RWE

Nachricht vom 9.11.2010
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Essen – Nach den Zuwächsen in der Strom- und Gaserzeugung, kann der Energieversorger RWE nach den ersten neun Monaten ein deutliches Gewinnplus erwarten. Eine höhere Auslastung der Kraftwerke, wird, mit Blick auf die Zahlenvorlage Mitte November, die niedrigeren Gewinne im Handelsgeschäft ausgleichen können.



Gewinnplus für RWE

Gewinnplus für RWE

Umsatzsteigerung von 12,5% erwartet


Die Energiekonzerne überarbeiten nach dem Energiekonzept der Bundesregierung ihre Pläne. Auf der einen Seite stehen die Laufzeitverlängerungen der Atommeiler, auf der anderen Seite Belastungen wie die Atomsteuer. Die Investitions- und Dividendenentscheidungen will RWE jedoch erst im Frühjahr vorstellen. Berichte über einen früheren Rücktritt von Konzernchef Jürgen Großmann, sorgten zuletzt für Unruhe, wurden vom Unternehmen aber zurückgewiesen.

Für Zuwächse bei dem Essener Konzern sorgte mit Sicherheit der wieder laufende Meiler Biblis.  Weiterhin positiv dürfte sich das Geschäft des niederländischen Unternehmens Essent ausgewirkt haben, den RWE im letzten Jahr zugekauft hatte. Der Gashandel steht dagegen auf der Negativseite. Auf einen deutlich niedrigeren Umsatzbeitrag im vergleich zum Vorjahreszeitraum ließen sinkende Preise am Spotmarkt und Belastungen im Zusammenhang mit Importen aus Tschechien schließen.

 

Die elf von dpa-AFX befragten Analysten erwarten für die ersten neun Monate des Jahres insgesamt einen Umsatzanstieg um 12,5 Prozent auf 37,97 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis dürfte ihren Schätzungen zufolge 14 Prozent höher bei 6,31 Milliarden Euro liegen.

Effizienzsteigerung geplant


Der um Sondereffekte bereinigte so genannte nachhaltige Nettogewinn als Basis der Dividendenberechnung sollte um 14,5 Prozent auf 3,28 Milliarden Euro gestiegen sein. Allerdings wird das unbereinigte Nettoergebnis mit geschätzten 2,66 Milliarden Euro 4,7 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum ausfallen.

RWE will das betriebliche Ergebnis und den nachhaltigen Nettogewinn um jeweils 5 Prozent pro Jahr steigern und etwa 50 bis 60 Prozent als Dividende ausschütten. Nach Einschätzung der Analysten, sollten sich diese vorsichtigen Zahlen bestätigen. Mittelfristige Ziele stehen nun auf dem Prüfstand, denn die Brennelementensteuer drückt nach internen Berechnungen den Gewinn des Unternehmens jährlich um 500 Millionen Euro. Weitere Kosten in Form des Öko-Fonds, in den die Versorger insgesamt 1,4 Milliarden Euro einzahlen sollen, und möglicher Nachrüstkosten für alte Atomkraftwerke kommen hinzu. Auch CO2-Zertifikate sind eine Belastung für RWE und seine Kohlekraftwerke.

 

Zur Effizienzsteigerung hatte RWE im September bereits den Konzernumbau mit einer Verschlankung der Holding beschlossen. Nun werden Investitionen überdacht und Verkäufe von Unternehmensteilen in Erwägung gezogen. Auch eine Dividendenkürzung wäre möglich. Nicht nur für RWE ist es interessant wie sich E.ON positioniert. Dieser meldete bereits einen operativen Gewinnsprung. Auch hier soll es Medienberihten zufolge einen Radikalumbau geben.







Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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