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kostenlose Stromwechsel HotlineTelDaFax: neuer Investor an Bord
Nachricht vom 5.11.2010Troisdorf/Bonn – Ein russischer Investor greift TelDaFax mit einer zweistelligen Millionensumme unter die Arme. Das Unternehmen teilte am Donnerstag mit, dass das Wachstum des Konzerns so noch schneller gesteigert werden könne. Obwohl kein Name genannt wurde, soll es sich Medienberichten zufolge um den drittgrößten Stromanbieter Russlands, Energo Stream, handeln.
TelDaFax: neuer Investor an Bord
Finanzlage von TelDaFax unklar
Über die genaue Finanzlage des Unternehmens TelDaFax ist nichts bekannt. Man weiß nur, dass der Energiediscounter vor einiger Zeit die Astromsteuer nicht zahlen konnte. Zudem rückte der ehemalige Vorstandschef und Mitbegründer des Unternehmens, Michael Josten, den Konzern in ein schlechtes Licht. Wegen Untreue wurde der Wirtschaftsprüfer 2007 zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.
Das Unternehmen, das 500.000 Strom- und 150.000 Gaskunden zählt, erwirtschaftete seit seinem Einstieg in das Stromgeschäft 2007 nur Verluste. Im nächsten Jahr sollen, dank einer halben Milliarde Euro Umsatz, erstmals schwarze Zahlen zu Buche stehen.
Der Kampf um die Kunden ist härter geworden. Etwa 1.000 werben auf dem Strom- und Gasmarkt um die Kunden. Neue Geschäftsmodelle entstanden, so auch die Vorkasse, bei der Kunden die Stromrechnung bereits im Vorfeld bezahlen. Zu den besonders günstigen Stromanbietern zählen die Discounter TelDaFax und Flexstrom. Dabei sind Ersparnisse von bis zu 40Prozent im Vergleich zum Grundversorger möglich.
Ein Strommanager warnte vor diesem Modell. Man verfüge zwar schnell über Geld müsse dann aber hart kalkulieren. Dabei sollen Kunden vor allem mit besonders günstigen Tarifen gelockt werden, denn die Wechselbereitschaft ist oft nicht stark ausgeprägt.
Vorkasse umstritten
Vor allem die Berichte über TelDaFax haben das Modell der Vorkasse in Verruf gebracht. Verbraucherschützer raten sogar generell davon ab. "Solche Tarife sind Ausfluss des Wettbewerbs", erklärte die Pressesprecherin Renate Hilchert und warnte damit vor einer pauschalen Kritik. Die Vorkasse ist in vielen Branchen üblich, ein Restrisiko bestünde überall. Geht der Anbieter Pleite, ist das Geld futsch.
Zu den etwa 80 Anbietern vor Vorkasse gehören vor allem viele Stadtwerke. Jedoch wählt nur jeder fünfte Wechsler einen solchen Tarif. Das Pleiterisiko müsse gut abgewogen werden, raten Experten. Es gibt seit der Pleite des Berliner Versorgers Ares Energie 2002 aber keinen weiteren solchen Fall zu verbuchen.
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Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter
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