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kostenlose Stromwechsel HotlineKrümmel soll 2011 wieder angefahren werden
Nachricht vom 2.11.2010Geesthacht – Nach mehr als drei Jahren fast ständigem Stillstand, soll der „Pannenreaktor“ Krümmel Anfang 2011 wieder ans Netz gehen. Vattenfall fühlt sich bestärkt durch die gerade beschlossene Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke. Doch ist auch Vorsicht geboten, gerade jetzt, da die Anti-Atom-Bewegung neuen Aufwind bekommt und Tausende gegen ein mögliches Endlager in Gorleben auf die Straße gehen.
Krümmel soll 2011 wieder angefahren werden
Vattenfall investiert 390 Millionen Euro
Vattenfall, die sich den Meiler mit E.on teilen, hat bis August 2010 bereits 390 Millionen Euro in den Reaktor investiert. Dabei wurden 33 Trafos ausgetauscht, Brennelemente wurden nachgerüstet und Rohre mit Spezialfiltern ausgestattet. Auf der internationalen Skala für Vorfälle seien die Pannen allesamt „Null-Ereignisse“ gewesen und mit den Schnellabschaltungen habe der Reaktor genau das getan, was er solle, sagte Joachim Kedziora. Nun soll Krümmel 14 weitere Jahre laufen, bis 2033 also – wenn er denn läuft.
Vattenfall will den Antrag auf Wiederanfahren Ende des Jahres oder Anfang 2011 stellen. Falls der Start nicht reibungslos klappen würde, könne es unter Umständen zu einer Schnellabschaltung kommen, dies sei aber nicht dramatisch beschwichtigte Kedziora die Öffentlichkeit.
Die Störfälle
Seit Mitte 2007 hat das Atomkraftwerk Krümmel in Geesthacht, Schleswig-Holstein, nur zwei Wochen lang Strom produziert. Zur Abschaltung führte im Juni 2007 ein Brand in einer Trafostation auf dem Gelände des Kraftwerks. Nach Angaben der Kieler Atomaufsicht verursachte der Brand mehr Störungen als zunächst angenommen, denn auch ein Reaktorgebäude war betroffen. Trotzdem sei die Sicherheit der Anlage stets gewährleistet gewesen.
Erst zwei Jahre später ging Krümmel wieder ans Netz. Jedoch kam es nach einem Ausfall eines Eigenbedarfstransformators automatisch zu einer Schnellabschaltung. Schon wenige Tage später schaltete sich der Reaktor nach einem Kurzschluss in einem Trafo wieder ab. Grund dafür war wohl, dass eine Messeinrichtung des Trafos vor dem Wiederanfahren nicht installiert worden sei. Zudem war ein Brennelement defekt. Auch während des Stillstands vermeldete Vattenfall immer wieder technische Probleme und Kommunikationspannen des Betreibers.
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Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk
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