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Stromanbieter: Wechselhinderung unter Strafe

Nachricht vom 29.10.2010
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E-Control ist aufgefallen, dass Strom- und Gaslieferanten ihren Kunden oft Schwierigkeiten beim Anbieterwechsel bereiten. Künftig sollen die Stromlieferanten, die dabei erwischt werden von der Firma selbst bestraft werden. Im Schnitt zahlen Großkunden zehn Prozent weniger für ihr Gas als 2009. Haushaltskunden profitieren davon aber kaum.



Stromanbieter: Wechselhinderung unter Strafe

Stromanbieter: Wechselhinderung unter Strafe

Strom und Gas könnten auch günstig sein



Walter Boltz ist für seine scharfen Worte bekannt und so begann Österreichs oberster Energieregulator auch seine Präsentation des Marktberichts der E-Control mit den Worten: „Preiserhöhungen sind derzeit durch absolut Nichts gerechtfertigt“. Die Handelspreise für Großkunden, die Erdgas beziehen liegen seit letztem Jahr auf dem niedrigsten Stand seit Langem und auch der Strom könne zurzeit zu billigen und konstanten Preisen angeboten werden. Die Überversorgung von Flüssiggas wird auch in der Zukunft noch bestehen, mindestens die nächsten drei oder vier Jahre, so Boltz. Die Anbieter sollten sich deshalb von alten Verträgen verabschieden und damit anfangen, nach günstigeren Tarifen zu suchen, um die günstigeren Preise an die Kunden weiterzugeben. Obwohl Großanbieter bereits günstigere Tarife bekommen, bleibt die Preissenkung den meisten Privatkunden verwehrt. Im Umkreis Wien/ Auer sei es nur ein einziger Anbieter gewesen, der die Gaspreise 2009 senkte. Zwei andere taten sogar das Gegenteil.

Preissenkungspotential



Die Versorger sollten die derzeitigen Möglichkeiten ausschöpfen und sich um günstigere Energie bemühen und eher über Preissenkungen nachdenken, erklärte Boltz. In den Niederlanden gab es 2009 Preissenkungen von ungefähr 20 Prozent, die Wiener mussten sich nach starken Erhöhungen aber mit 10 Prozent zufriedengeben. Und auch bei den Stromriesen sieht der Regulator Potential für sinkende Preise. Doch dass sich die Österreicher bald mit günstigem Strom begnügen können, glaubt Boltz trotzdem nicht. Besonders bei den Privatkunden wirft er den Anbietern „gewisse Trägheit im Wettbewerb“ vor. Besonders die ehemaligen Riesen vor der Liberalisierung lassen das Neukunden-werben schleifen. Aber auch Alternative investieren kaum. ÖSterreichen haben aber auch wenig Lust, den Anbieter zu wechseln.







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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