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Photovoltaik gefährdet Stromnetz

Nachricht vom 26.10.2010
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Der Solarboom nimmt kein Ende. Die Subventionen wurden schon gestrichen aber die Leute hören dennoch nicht auf, weiter Solar auf ihre Häuser zu bauen und den Strom auch in die Netze einzuspeisen. Das ist prinzipiell gut und schön, nur halten das die Netze nicht mehr lange aus. Davor warnt die Deutsche Energie-Agentur (dena) bei einem noch weiter steigenden Anteil von Solarstrom.



Photovoltaik gefährdet Stromnetz

Photovoltaik gefährdet Stromnetz

Solarstrom leistet so viel wie 30 Kohlemeiler


Laut Aussage des Dena-Chefs Stephan Kohler stehen die Netze „vor der Überlastung durch Sonnenstrom“. Die Photovoltaik-Anlagen könnten bis Ende 2011 mit knapp 30 Gigawatt am Netz sein, so Kohler. An sonnenreichen Tagen könnten sie rund 35 Gigawatt Strom erzeugen. Das ist die Kraft von 30 Kohlemeilern und könnte fast den Strombedarf von ganz Deutschland über ein ganzes Wochenende decken. Schreitet der Ausbau der Solartechnik aber weiter so voran, erreichen sie wahrscheinlich eine Leistung von knapp 50 Gigawatt.

Solarstrom am besten abwürgen



Die deutschen Netze und Speicher sind aber noch nicht auf die stark schwankenden Solarstrommengen eingestellt, was den weiteren Ausbau der Solarenergie laut Kohler nicht mehr sinnvoll macht. Die Solarförderung solle auf den Zubau von 1 GW pro Jahr abgewürgt werden. Die Marke von 30 Gigawatt wäre dann erst im Jahr 2020 erreicht und damit Zeit gewonnen, die für den Umbau der Netze nötig ist.







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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Rüdiger Menzel( vom 27.10.2010 )

Klasse! Erst wird Kernkraft weiter gefördert und dann beklagt man die Überlastung der Stromnetze. Schaltet 2 AKW;s ab und es gibt Platz. Dezentrale Gaserzeugung wird ebenso wie PV behindert.
Aber, wenn bei den großen 4 so viele Politiker und ehemalige Polikter beschäftigt werden, kann man ja nichts anderes erwarten. Und von der jetzigen Regierung sowieso nichts.

Joachim Hahn( vom 27.10.2010 )

Bei dieser Panikmache habe ich den Eindruck, dass unsere Atom- und Kohlekraftwerk-Konzerne hinter der Meldung stehen. Denn eigentlich ist es eine ganz hervorragende Meldung, wenn wir bald so weit sind, dass an Sommer- Wochenenden unser Strombedarf durch Solarkraft abgedeckt werden kann. Die Atom- und Kohlekraftwerke müssen in diesem Fall zurückgefahren werden, aber ganz bestimmt nicht die Photovoltaik. Wenn "zu viel" Photovoltaikstrom erzeugt wird, dann können ja Speicherkraftwerke den Strom aufnehmen, dann reicht der Solarstrom auch für die Nacht.

Dirk( vom 28.10.2010 )

Find das auch wunderbar und die Leute sollen sich nicht so haben dann für die kw/h 30 Cent zu zahlen ;-)

Felix( vom 20.01.2011 )

Tja, hier ist das Problem aber, dass nur an Peakzeiten der Solarstrom eine zu hohe Leistung hat, und man kann die Atomkraftwerke nicht \"einfach mal schnell ausschalten\", wenn die Sonne stark scheint. Die Richtige Lösung wäre Speicherung. Aber all die Planungen für einen Stausee stoßen auf riesige Gegeninitiativen, wer will schon so eine Anlage direkt vor der Türe haben, und dort wo so ein Speichersee gebaut wird, muss die Natur nun mal einfach so weichen?! wie ihr seht ist das kein so einfaches Thema.....

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