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Flugverkehr über Forschungsreaktor

Nachricht vom 12.10.2010
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In der Landeshauptstadt Berlin steht das nukleare Forschungszentrum des Helmholtz-Zentrums und daran angegliedert das Lager für schwach- bis mittelradioaktive Abfälle aus wissenschaftlichen Laboren, medizinischen Einrichtungen und der Industrie. Presseberichten zufolge soll über den beiden Einrichtungen ein Flugkorridor des neuen Großflughafens Berlin-Schönefeld eingerichtet werden.



Flugverkehr über Forschungsreaktor

Flugverkehr über Forschungsreaktor




Verlegung des Flugkorridors angestrebt



Sowohl der Forschungsreaktor als auch die Zentralstelle für radioaktiven Abfall Berlins sind nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert. Im Gegensatz zu Atomkraftwerken hat der Forschungsreaktor keine spezielle Schutzhülle, sondern nur ein Hallendach. Hannes Schlender (Sprecher des Helmholtz-Zentrums) sagte, „Man hat uns damit keinen Gefallen getan“. Weiterhin erklärte er, dass der Forschungsreaktor zwar nicht mit den Hochleistungsreaktoren der Atomkraftwerke zu vergleichen sei, es jedoch ein Restrisiko gäbe. „Im unwahrscheinlichen Fall, dass ein Flugzeug im rechten Winkel auf den Reaktor stürzt, kann das Restrisiko nicht ausgeschlossen werden, dass der Reaktor zerstört wird“, so Schlender. Bei einer Beschädigung bzw. Zerstörung des Reaktors ist ein Austreten von Radioaktivität die Folge. Das Helmholtz-Zentrum ist bestrebt eine Verlegung des Flugkorridors zu erwirken, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

Anja Schillhaneck (wissenschaftspol. Sprecherin, Die Grünen) kritisierte den geplanten Flugkorridor ebenfalls und erklärte, dass ein Reaktor ganz bestimmt nicht unter eine vielgenutzte Flugroute gehöre.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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