Atomkraft: Demonstration in München

11.10.2010 | Redaktion: Nadine Rom
Am vergangenen Samstag versammelten sich etwa 50.000 Atomkraftgegner zu einer friedlichen Demonstration gegen die Atompolitik der Bundesregierung in München. Die Demonstranten kamen aus allen gesellschaftlichen Schichten, schwenkten Fahnen vom Bund für Umwelt und Naturschutz (NABU) und der SPD und machten so ihren Unmut über die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke in Deutschland deutlich. In Bayern laufen derzeit fünf Atomkraftwerke, die aufgrund der Laufzeitverlängerung bis zum Jahr 2036 weiter betrieben werden könnten.
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Atomkraft: Demonstration in München

Atomkraft: Demonstration in München

Auch Politiker beteiligten sich



Die Organisatoren „KettenreAktion Bayern“ hatten mit 15.000 Demonstranten gerechnet. Dass letztendlich beinahe 50.000 Menschen in Münchens Innenstadt eine Menschenkette vor der Staatskanzlei Bayerns, den Zentralen des Energiekonzerns E.ON, Siemens und der CDU bildeten, beeindruckte sehr. „Es ist ein Riesenerfolg für uns. Es ist das angekündigte und erwartete Erdbeben“, so Markus Greineder (Organisator).

Neben den Bürgern und dem Bürgermeister Münchens (Christian Ude) waren auch Vertreter aus den politischen Reihen der Freien Wähler, der SPD, der Grünen und der Linken erschienen, um ein Zeichen zu setzen. Theresa Schopper (Die Grünen, Bayern) sagte, „Den Leuten stinkt es einfach. Sie haben das Gefühl, dass nicht für sie regiert wird, sondern für eine Industrielobby“.

Christian Ude betonte in seiner Rede, dass die Demonstranten keineswegs fortschrittsfeindliche Technikmuffel seien, sondern „die technologische Avantgarde“.

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