Rot-Grün mit Versäumnissen in der Endlager-Frage

8.10.2010 | Redaktion: Gerhard Solter
Norbert Röttger, Bundesumweltminister (CDU), wirft der Bundesregierung aus dem Jahr 2000, gestellt durch eine rot-grüne Koalition massive Versäumnisse in der Endlager-Frage vor. Die Parteien hätten es versäumt, die Suche nach möglichen Atommüll-Endlagerstätten voran zu treiben. Stattdessen hätten sie die Erkundungsarbeiten im potenziellen Endlager Gorleben für zehn Jahre gestoppt und die Verantwortung einfach weiter gereicht.
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Rot-Grün mit Versäumnissen in der Endlager-Frage

Rot-Grün mit Versäumnissen in der Endlager-Frage

Endlager-Frage wieder aufgeworfen



Seit Oktober dieses Jahres dürfen die Erkundungsarbeiten im möglichen Atommüll-Endlager Gorleben wieder aufgenommen werden. Wann die Arbeiten an dem Salzstock in Niedersachsen jedoch erneut beginnen, ist bislang unklar. Derzeit laufen die Untersuchungen zu der Frage, ob die Festlegung des einzigen in Frage kommenden Endlager-Standortes auf Gorleben in den 1980er Jahren politisch motiviert war. Am Donnerstag wurden die Befragungen der Zeugen fortgesetzt. Der Untersuchungsausschuss wurde durch die SPD, die Grünen sowie die Linkspartei ins Leben gerufen. Im Raum steht zudem die Frage, ob wissenschaftliche Einschätzungen bewusst ignoriert wurden. Der Beschluss für Gorleben als einziges mögliches Endlager wurde von der Bundesregierung unter Helmut Kohl getroffen. Die derzeitige Regierung stritt die Vorwürfe bislang stets ab.

Regierungsbeschluss stark kritisiert



Röttger verweist darauf, dass sich erst die derzeitige Regierung wieder darum bemühe, einen sicheren Lagerplatz für den radioaktiven Atommüll zu finden. Man wolle für eine sichere Endlagerung sorgen und lasse deshalb die Arbeiten in Gorleben wieder aufleben. Er verstehe allerdings auch, dass die Bewohner von Gorleben an umfassenden Informationen interessiert seien. Denn bislang wurde die Entscheidung der Regierung, Gorleben wieder aufleben zu lassen, stark kritisiert. Röttger sagt darauf, dass es keine moralisch vertretbare Alternative gebe. Er wolle, gemäß seinen Ankündigungen, in die Region fahren und mit der Bevölkerung in einen Dialog treten. Er könne den Wunsch nach Beteiligung nachvollziehen und wolle helfen, diesen umzusetzen.

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