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Vattenfall kauft eventuell weitere Firmen in Deutschland

Nachricht vom 27.12.2008
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Der schwedische Energiekonzern kann sich vorstellen, neue Firmen in Deutschland aufzukaufen und Anbieter zu übernehmen. Das gab der Vorstandsvorsitzende Lars Josefsson in der Ausgabe des Wirtschaftsmagazins „Capital“ vom 18.12.2008 bekannt. Der Markt gerate in Bewegung, was in den kommenden Jahren viele Veränderungen mit sich bringen werde. Die rund 1000 Stromversorger in Deutschland sind dem Konzern ein Dorn im Auge, und diese hohe Anzahl an Energieunternehmen soll daher reduziert werden. Der Konkurrent E.on stellt die Stadtwerke-Holding Thüga zum Verkauf, die Vattenfall allerdings Josefsson zufolge nicht übernehmen möchte. Vattenfall ist in Deutschland vor acht Jahren aus vier aufgekauften Energieversorgern entstanden und der drittgrößte Stromanbieter nach E.on und RWE. Derzeit liegt der Marktanteil bei 15%, Josefsson kündigte an, diesen enorm steigern und deutlich mehr Kunden gewinnen zu wollen. Für das Jahr 2010 stellte er ein Kundenwachstum auf über 3 Millionen Verbraucher in Aussicht. Im Augenblick beziehen bundesweit 2,6 Haushalte Gas und Strom von Vattenfall. Im letzten Jahr hatte der Konzern nach einer starken Preiserhöhung und zwei Störfällen in Atomkraftwerken massive Kundenverluste hinnehmen müssen. Neben Deutschland und Schweden unterhalten noch vier weitere Länder Zweigfilialen des Unternehmens, das aktuell die Nummer Fünf in Europa ist. Allerdings macht die Finanzkrise auch Vattenfall zu schaffen, und man müsse Kompromisse bei der mittel-und langfristigen Firmenplanung machen, wie Josefsson gegenüber „Capital“ betonte. In den kommenden Jahren sein daher mit weniger Gewinn zu rechnen. Allerdings habe Vattenfall einen Großteil der Stromerzeugung für das Jahr 2009 zu Preisen vor der Finanzkrise verkauft. Parallel dazu will der Konzern seine Kosten in den nächsten zwei Jahren mithilfe eines gesonderten Effizienzprogramms um 11% senken. Nach „Capital“-Informationen kann Deutschland dabei ca. 250 Millionen Euro einsparen. Die Mitarbeiter fürchten Gehaltskürzungen und massive Entlassungen, die werde es aber laut Josefsson nicht geben, da sich Vattenfall als „sehr verantwortungsvoller Arbeitgeber betrachte“.







Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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