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AKW-Sicherheitsrisiko Flugzeugabstürze

Nachricht vom 8.10.2010
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Seit den Terroranschlägen am 11. September 2001 zählen Flugzeugabstürze auf Atommeiler nicht mehr als Sicherheitsrisiko und müssen in die Kalkulation der Schadenvorsorge einbezogen werden. Wie Rainer Baake, ehemaliger Grünen-Politiker, am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, seien die deutschen Atommeiler nicht ausreichend gegen Flugzeugabstürze gesichert. Seit 2001 simulierte das Bundesumweltministerium Flugzeugabstürze auf deutsche AKW, wie Biblis, und kam zu dem Schluss, dass diese unzureichend gesichert seien.



AKW-Sicherheitsrisiko Flugzeugabstürze

AKW-Sicherheitsrisiko Flugzeugabstürze

Erst vernebeln und abschießen



Nach Aussagen Baakes habe das Bundesumweltministerium verschiedene Piloten in einem Simulator testen lassen, ob auch flache Atomkraftwerke als Ziele direkt angeflogen werden könnten. Vor 2001 galten vor allem Hochhäuser und wichtige politische Einrichtungen als Hauptziele für Terroranschläge. Die Tests des Bundesumweltministeriums haben ergeben, dass gezielte Angriffe auf AKWs zwar schwierig, aber dennoch machbar seien. Baake fordert deshalb von den Betreibern deutscher Atomkraftwerke die Gefahrenlage ernst zu nehmen. Die Anlagen sollten mit Einrichtungen ausgestattet werden, die das AKW vernebeln könnten, bis die Bundeswehr in der Lage wäre, das nahende Ziel abzuschießen.

Nur Vernebelung ist sinnlos



Baake räumt jedoch ein, dass sein Vorschlag mit der Vernebelung der deutschen Atomkraftwerke wenig Nutzen hat, da das Bundesverfassungsgericht bereits vor vier Jahren den zweiten von ihm geforderten Schritt verboten hat. Rainer Baake, der früher Staatssekretär unter Umweltminister Joschka Fischer war und zwischen 1998 und 2005 im Bundesumweltministerium unter Minister Jürgen Trittin angestellt war, ist derzeit der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe.







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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