Solarförderung sorgt für Unmut

4.10.2010 | Redaktion: Nadine Rom
Die Bundesregierung beschloss im Juli 2010 die Kürzung der Förderung von Dach-Solaranlagen zum 01. Juli 2010 um 13 Prozent und zum 01. Oktober 2010 um weiter drei Prozent. Die Kürzung soll eine Entlastung der Verbraucher sicherstellen, die aufgrund der EEG-Umlage die Einspeisevergütung des Solarstroms über die Stromrechnung finanzieren. Energieexperten gehen davon aus, dass Verbraucher anstatt der 2,04 Cent je Kilowattstunde nun zwischen 3,2 und 3,5 Cent zusätzlich zahlen müssen.
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Solarförderung sorgt für Unmut

Solarförderung sorgt für Unmut

Förderungen begrenzen



Neben den Verbrauchern, die die Solarförderungen finanzieren müssen, schlagen auch Verbraucherschützer, Politiker und die Energiekonzerne Alarm, denn laut FDP und CDU/CSU verschlinge die Solarförderung gut 40 Prozent der gesamten Öko-Strom-Förderung, wobei der Anteil des Solarstromes an der Gesamtstromversorgung lediglich neun Prozent ausmache.

Auch aus anderen Branchen der erneuerbaren Energie hagelt es bereits Kritik. „Ich halte die Förderung für zu hoch“ erklärte Hildegard Müller (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft). Die Internationale Energieagentur wies darauf hin, dass in Deutschland die Megawattstunde Solarstrom bis zu 400 Euro koste. Im Vergleich dazu läge die Megawattstunde Windstrom in schlechten Zeiten bei 140 Euro. Gas- Kohle- bzw. Atomstrom koste nur 90 Euro je Megawattstunde.

Noch gilt für den Strom aus erneuerbaren Energie ein uneingeschränkter Einspeisevorrang, doch dieser soll möglicherweise nur noch begrenzt gefördert werden. Weiterhin ist im Gespräch, dass künftig lediglich die Eigenversorgung mit Solarstrom gefördert werde, anstatt die heimische Stromproduktion mit Subventionen für die Hausbesitzer lukrativ zu machen.

Windenergie und Biomasse stärker fördern



Leonhard Birnbaum (RWE, Strategiechef) erklärte, „Die Solaranlage auf dem deutschen Reihenhaus-Dach ist energiewirtschaftlich in den meisten Fällen Unsinn“ und fügte hinzu, „Wenn wir das Geld, dass wir für Photovoltaik aufwenden, in Biomasse-Kraftwerke oder Windanlagen stecken würden, könnten wir viel mehr CO2 reduzieren.“

Laut dem neuen Energiekonzept der Bundesregierung sollen künftig die Offshore-Windparks stärker subventioniert werden. Bis zum Ende des Jahres 2011 sollen rund 5 Milliarden Euro von der staatlichen KfW-Bank in solche Projekte fließen

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