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kostenlose Stromwechsel HotlineErkundungen in Gorleben sorgen für Protest
Nachricht vom 4.10.2010Seit vergangenem Freitag dürfen die Erkundungsarbeiten im ehemaligen Salzbergwerk Gorleben wieder aufgenommen werden. Bereits seit 30 Jahren ist der Salzstock als Endlager für Atomabfälle im Gespräch und wird auf seine Eignung hin geprüft. Die Atomwirtschaft hat bislang gut 1,5 Milliarden Euro in dieses Projekt investiert und ist von einer Eignung überzeugt.
Erkundungen in Gorleben sorgen für Protest
Weitere Standorte suchen
Im Jahr 2000 wurden die Erkundungsarbeiten von der damaligen Bundesregierung eingestellt, doch nun werden noch in diesem Monat die geologischen Erkundungen wieder aufgenommen. Neben dem Endlager Schacht Konrad für schwach bis mittelradioaktiven Abfall, das bereits errichtet wird, ist Gorleben der einzige Standort für hochradioaktiven Abfall der derzeit erkundet wird. Sowohl Umweltorganisationen als auch Politiker forderten die Bundesregierung auf, weitere Standorte zu suchen und zu erkunden, da die geologische Eignung Gorlebens mehr als fraglich scheint.
Während das Deutsche Atomforum die neuen Erkundungsarbeiten als Zeichen der Vernunft und längst überfällig bezeichnet, kündigen die Gegner bereits Proteste an. „Ein Festhalten an Gorleben grenzt an Wahnsinn“, hieß es von ‘X-tausendmal quer‘ (Anti-Atom-Initiative).
Warnung vor Gasvorkommen
Bereits im Jahr 1977 habe es laut Anselm Tiggemann (Historiker) Zweifel an der Eignung gegeben, da sich in der Nähe des Salzstocks unterirdische Gaseinlagerungen gebildet haben. Schon damals hätten Wissenschaftler auf die Gefahr von Verschiebungen des Salzstocks und von Erdabsenkungen hingewiesen.
Dorothée Menzner (Energiepolitische Sprecherin, Die Linke) sagte, „Man hat das Problem verschwiegen, wohl in dem Bewusstsein, dass Gasvorkommen unter dem Salzstock das Aus für Gorleben als Atommüll-Endlager bedeutet“.
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Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter
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