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Mehr Wettbewerb auf Heizstrommarkt

Nachricht vom 30.9.2010
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Das Bundeskartellamt führte in den vergangenen Monaten Verfahren gegen 25 Heizstromanbieter durch, denen vorgeworfen wurde, ihre marktbeherrschenden Positionen zu missbrauchen. Mit dem Urteil versucht das Kartellamt eine Öffnung des Heizstrommarktes durchzusetzen. Der Strom ist speziell für Heizungsanlagen, Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen. 13 der Anbieter erstatten ihren Stromkunden sogar einen Teil des gezahlten Geldes zurück. Einige verzichten zudem auf geplante Preiserhöhungen. Wettbewerb soll auch in diesem Bereich entstehen, wodurch eine Preissenkung erreicht werden kann.



Mehr Wettbewerb auf Heizstrommarkt

Mehr Wettbewerb auf Heizstrommarkt

Heizstrom wird billiger



Anlass für die Ermittlungen des Kartellamtes waren die hohen Preise beim Heizstrom sowie die fehlenden Wechselmöglichkeiten der Nachtstromnutzer. Deshalb untersuchten die Wettbewerbshüter die Preisgestaltung von insgesamt 25 Heizstromversorgern. Von den hohen Preisen waren deutschlandweit rund zwei Millionen Haushalte betroffen, die mit Strom ihre Heizung betreiben. Allerdings ist mit der Einstellung der Verfahren gegen die Anbieter die Situation auf dem Heizstrommarkt nicht automatisch besser. Neue Anbieter haben immer noch mit erschwerten Zugangsbedingungen zu kämpfen. Zudem sind die Wechselmöglichkeiten nach wie vor rar bis teilweise nicht vorhanden, so dass sich für die Heizstromkunden nur schwer ein funktionierender Wettbewerb ergibt.

Transparenz wird gefordert



Gegen 25 Heizstromversorger wurden anfänglich Ermittlungen eingeleitet. Anschließend wurden gegen 17 Lieferanten Verfahren eingeleitet, von denen einige noch andauern. Ein Teil der bisher beendeten Verfahren konnte erfolgreich aufgrund von diversen Verpflichtungszusagen auf Seiten der Versorger eingestellt werden. Die Anbieter verpflichten sich, einen Teil der zu viel bezahlten Gelder an die Verbraucher zurück zu erstatten. Im Gegenzug ermittelt das Kartellamt nicht weiter. Zudem erklärten sich einige Versorger bereit, auf Preiserhöhungen in diesem Jahr zu verzichten. Des Weiteren mussten sich die Heizstromanbieter zu Maßnahmen verpflichten, die den Sektor auch für neue Anbieter zugänglich machen sollen. Unter anderem wurde beschlossen, dass die Heizstromtarife transparent im Internet veröffentlicht werden sollen. Zudem sollen temperaturabhängige Verbrauchsdaten erhoben und ebenfalls im Internet zugänglich gemacht werden. Auf diese Weise haben die Konkurrenten bereits einige Informationen und sollen leichter in den Markt eintreten können.







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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