Elektrischer Strom als Mordwaffe

27.9.2010 | Redaktion: Patricia vom Merk
Im August hatte eine Nachricht ganz Melsungen erschüttert. Eine junge Frau, Mara P. war in ihrer Wohnung tot in der Badewanne gefunden worden. Allerdings war die Frau bereits seit mehreren Wochen tot. Aus den Ermittlungen der Polizei geht nun hervor, dass Mara durch elektrischen Strom getötet worden ist. Die Polizei nimmt an, dass ihr 18 jähriger Freund einen elektrischen Heißlüfter in die Badewanne geworfen hat, in welcher sie gerade ein Bad nahm.
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Elektrischer Strom als Mordwaffe

Elektrischer Strom als Mordwaffe

Freund steht wegen Totschlags vor Gericht



Wenige Tage nachdem die junge Frau gefunden wurde, verhaftete die Polizei den Freund der 19 Jährigen. Dieser hatte Geld von ihrem Bankkonto auf sein eigenes überwiesen. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, wie es zu dem Tod kam. Die Polizei musste ermitteln, ob es sich um einen Suizid, Totschlag oder auch um einen Unfall handelt. Wie Polizeisprecher Reinhard Giesa jedoch mitteilte, erhärtete sich bald der dringende Tatverdacht gegen den Freund. Verschiedene Indizien sprechen gegen den 18 Jährigen.


Indizienlage spricht für Tötung mit elektrischem Strom



Der Wohnungslose hatte sich auch nach dem Tod von Mara wiederholt in ihrer Wohnung aufgehalten, als diese wahrscheinlich tot in der Wanne lag. Zudem hatte es Streit zwischen dem Paar gegeben, teilten Zeugen mit. Auch der Heizlüfter spricht gegen ihn. Dieser befand sich direkt neben der Badewanne und hatte nach Ermittlungen der Polizei Wasserkontakt. Darüber hinaus wurden dem Badewasser Reinigungsmittel zugegeben, die wahrscheinlich den Geruch überdecken sollten. Ob der junge Mann seine Freundin wirklich mit Hilfe von elektrischem Strom getötet hat und welche Motive dahinter stecken, sollen nun weitere Ermittlungen ergeben. Bislang lautet die Anklage auf Totschlag.

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