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Gorleben: Untersuchungsausschuss unter Tage

Nachricht vom 17.9.2010
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Der von der Bundesregierung bestellte Untersuchungsausschuss für das Atommülllager Gorleben traf am gestrigen Donnerstag zum ersten Mal zur Besichtigung in Gorleben ein. Die Abgeordneten sind mit dem Ziel in das Atommülllager gefahren, neue Erkenntnisse und Einblicke zu erhalten, ob die Standortwahl vor 30 Jahren rechtens war oder von der damaligen Regierung manipuliert worden war.



Gorleben: Untersuchungsausschuss unter Tage

Gorleben: Untersuchungsausschuss unter Tage




Geologen sollen Eignung feststellen



Im Jahr 1977 beschloss die niedersächsische Landesregierung die Errichtung eines Endlagers für hochradioaktiven Müll. Seither werden Erkundungsarbeiten durchgeführt und die Diskussionen und Demonstrationen der Atomgegner nehmen kein Ende. Die Einen behaupten, dass das ehemalige Salzbergwerk sehr wohl als Endlager geeignet sei, während die Gegenseite mehrere geologische Mängel feststellte, die eine Eignung ausschließen.

Die Erkundungsarbeiten, die vor 10 Jahren von der damaligen Regierung gestoppt worden waren, sollen am 01. Oktober 2010 wieder aufgenommen werden. Reinhard Grindel (CDU, Untersuchungsausschuss) erklärte, „Hier in Gorleben müssen Geologen wieder die Oberhand gewinnen, nicht die Ideologen“.


Harte Kritik der Opposition



In einer Erklärung forderten sowohl Atomgegner als auch SPD, die Linken und die Grünen die Bundesregierung auf, weitere Standorte für die Endlagerung von Atommüll zu suchen und zu erkunden. Die Gegner werfen der Regierung vor, ausschließlich die Interessen der Energiekonzerne zu vertreten. Diese haben bereits 1,5 Milliarden Euro in die Erkundungen investiert.

Auch die geplante Zulassung von Enteignungen der Grundstücksbesitzer, die im Rahmen des Atomgesetzes beschlossen werden soll, stößt auf Widerstand, sowohl in der Bevölkerung als auch auf politischer Seite.






Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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